In dumpfen, schmutzigen Farbtönen entwirft Delphine Deloget ein prägnant umrissenes Bild der behördlichen Maschinerie, in der die unkonventionelle Familie der Hauptfigur systematisch zermahlen wird. Als oberste Priorität des verrosteten Systems enthüllt die exemplarische Story nicht kindliches Wohlbefinden, sondern konservative Vorsätze von Anstand und Ordnung. Die pädagogischen und sozialpsychologischen Leitsätze der schier unbezwingbaren Institutionen führen eher zur Eskalation der Lage. Die zeigt das schroffe, aber dank starken Schauspiels und ausgewogener Charakterisierung effektive Familiendrama mit seltener Wahrhaftigkeit.
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