Kann man einem Film böse sein, der einen blendend aufgelegte Cast im Retro-Setting eines 70er-Jahre-Filmstudios unter Zensur- und Zeitdruck einen nicht enden wollenden Nachdreh bewältigen muss? Absolut, wenn er wie Kim Jee-Woons Gratwanderung zwischen Inspiration und Irrsinn immer wieder den Geist der Handlungsepoche verrät. Umso konfuser die exaltierten Ereignisse werden, desto mehr schwinden Hintersinn und Humor zugunsten einer Legitimation von Übergriffigkeit und Autoritätsmissbrauch am Set. Mit einem Leinwandzitat: „trashy not classy“.
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