Im Schatten des Vesuvs errichtet Gianfranco Rosi (Notturno) eine historizistische Hagiographie im dokumentarischen Gewand einer städtischen Symphonie. Drei Jahre lang beobachtete er das Leben um den weiterhin aktiven Vulkan, der 79 n. Chr., Pompeji unter Lava begrub und gleich eines geologischen Damoklesschwerts über dem symbolüberfrachteten Schauplatz hängt. Stilisierte Schwarz-Weiß-Schaubilder von Alltagsfragmenten rund um Neapel fügen sich zu einer kinematischen Landkarte voll topografischer Theatralik. Gleich eines steinernen Monuments des Untergangs eröffnen elegische Aufnahmen Pompejis erhabener Ruinen das prätentiöse Panorama.