So erratisch und verunsichert, zerrissen zwischen Sehnsucht und Furcht, Hoffnung und Verzweiflung, wirkt auch Rati Tsiteladzes dokumentarische Charakterstudie. Deren immersive Inszenierung taucht in die wechselhafte Welt der jungen Protagonistin, die nach langer Gefangenschaft im Haus ihrer Eltern mit den komplexen Herausforderungen einer relativen Freiheit kämpft. Elf Jahre verbrachte trans Frau Adelina in Georgien in der Wohnung ihrer Eltern, die sie nicht mehr vor die Tür ließen, als sie ihr authentisches Selbst zu zeigen begann.