Kommentarlos, kritiklos, konzeptionslos und kunstlos schneidet Sergei Loznitsa für seinen jüngsten Dokumentarfilm Zuschauerbilder von den Gedenkaktionen am Sowjetischen Ehrenmal in Berlin zusammen. Wenn die unbeteiligte Bestandsaufnahme ohne jede politische oder persönliche Korrelation einen Erkenntnisgewinn bietet, dann den, dass Putin-Fan-T-Shirts peinlich aussehen, vier Mal „Katyusha“ eindeutig zu oft ist und jede Hymne eine Zeile enthält, mit der man sich identifizieren kann. Und sei es nur „nehmt eure Mäntel und lasst uns Heim gehen“.
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