Die Fragen nach Authentizität, Selbstausdruck und den Konflikt zwischen Assimilationsdruck und individueller Integrität in William und David Greaves formativen Dokumentarfilm verankern gegenwärtige soziologische Debatten in einem historischen Rahmen. Jene ideellen und thematischen Anknüpfungspunkte zeigen die Harlem Renaissance als kontinuierlichen Prozess, der im Hier und Heute weiter wirkt. Die taktile Qualität des restaurierten Bildmaterials verstärkt die Plastizität und Präsenz der Aufnahmen, die losgelöst von historiographischen Narrativen kulturelle Erinnerungen bewahren. Im Spannungsfeld von Vergangenheit und Gegenwart eröffnet sich ein essenzielles Exposé kulturgeschichtlichen Kollektivismus, zeitlos und zeitbewusst.
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