Zwischenmenschliche Beziehungen, gesellschaftlicher Status und ethische Prinzipien deformiert der unentrinnbare Druck von Armut und Abhängigkeit in Visar Morinas karger Sozialstudie. In gedeckten Farben erfasst der kosovarische Regisseur und Drehbuchautor bleierne Bilder. Deren dumpfe Tristesse die Chancenlosigkeit der zentralen Figuren, deren seelische und körperliche Erschöpfung Astrid Kabashi und Flonja Kodheli bedrückend greifbar machen. Pflichtgefühl und familiärer Verantwortung weichen müder Resignation vor einem System, dessen vermeintliche Unterstützung taktische Manipulation tarnt. Fixierende Einstellungen, fahles Licht und formale Reduktion zeigen ein demaskierendes Bild kapitalistischer Versprechen, die in Zynismus umschlagen.
Mit deiner Zustimmung verwenden wir Google Analytics, um zu verstehen, welche öffentlichen Inhalte gelesen werden. Dabei werden Informationen über deinen Besuch an Google übermittelt und Analyse-Cookies gesetzt. Ohne Zustimmung wird Google Analytics nicht geladen.
Deine Entscheidung ist freiwillig und kann jederzeit über „Analyse-Einstellungen“ geändert werden. Mehr zum Datenschutz