In bemerkenswert lyrischen Worten erwecken die Anwohnenden, Angestellten und Ärzt*innen, die Les Fontilles prägten und von ihm geprägt wurden, die Vergangenheit. Kummer und Freude, Mitgefühl und Grausamkeit, existieren nebeneinander an diesem spukhaften Schauplatz, den die Kamera ohne Scheu und Schaulust durchstreift. Die Zeugnisse seiner Bewohnenden, die zu den ruhigen, lichten Bildern aus dem Off klingen, sind die letzte Verbindung zu einer Welt, deren Paradoxa und Perversion in gegenwärtigen Medizin bedrückend präsent sind. Die einstündige Laufzeit ist viel zu wenig für diese geisterhafte Geschichtsstätte.
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