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Quelle: themoviedb.org
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  • Cast

Inhalt

Die Geschichte folgt einem Theaterregisseur, der versucht, seine Karriere wiederaufzubauen, und sich zwischen einer ehemaligen Geliebten, seiner entfremdeten Ehefrau und einer Nachwuchsschauspielerin wiederfindet – wobei er ständig zwischen der Realität und seinem neuen Theaterstück hin- und herwechselt.

Kritik

„Es ist nie nur ein Schauspiel“, ruft Angela Yuen als aufstrebende Schauspiel-Novizin Hannah in Keane T.K. Wongs süffisantem Spielfilmdebüt. Das hat dem Publikum des Shanghai International Film Festivals, das der neurotische Mix aus Soap, Schauspiel-Drama und Satire eröffnet, diese Feststellung da bereits in diversen Variationen ein Dutzend Mal verkündet. Es folgen noch ebenso viele Wiederholungen, jede ein Stück unsubtiler für den Fall, dass die Botschaft bisher nicht ankam. Letztes scheint eher unwahrscheinlich angesichts des plakativen Plots.

Der dreht sich dialogisch und dramatisch um nichts anderes als philosophistische Phrasen und schauspieltheoretische Plattitüden. Auf seine melodramatischen Meta-Spielereien scheint der Regisseur und Drehbuchautor gewaltig stolz. Als hätten nicht zahlreiche Autor*innen derlei Beobachtungen über die Wechselwirkung von Schauspiel und Leben vor Langem gemacht und das merklich kunstvoller, komischer und vor allem knapper. Die Story um den alternden Theaterregisseur und Schauspieler (Stephen Fung), dem die Entdeckung Hannahs verborgenen Schauspieltalents kreativen und womöglich amourösen Elan verleiht, verfängt sich permanent zwischen Klischees und Konventionen.

Eines ersterer ist der selbstverliebte Hauptcharakter, der in einer Schreibblockade und zerbröselnden Ehe mit Börsenmaklerin Tracy (Chrissie Chau, Si Gaa Zing Taam) steckt. Seine verärgerten Produzenten lancieren eine Bühnen-Wiedervereinigung mit seiner berühmten Kollegin und Ex-Partnerin Madeleine (Myolie Wu, Temporary Family) in seinem neuen Stück. Für das von seinen gescheiterten Beziehungen inspirierte Werk will er jedoch die chaotische junge Hannah. Little Voice, All About Eve und A Star is Born sind unverkennbare Einflüsse der überkonstruierten Bühnen-Beziehungskomödie, die ihre Absurdität und Albernheit zu spät als metatextuelle Ironie ausgibt.

Fazit

Dass Festival-Eröffnungsfilme selten gelungen sind, gilt auch in Shanghai. Dort steigert sich Keane T.K. Wongs Debüt-Dramödie in immer aberwitzigere Wendungen, die Logik und Kontinuität selbstzweckhafter Selbst-Dekonstruktion opfern. Nach dem ernsthaften ersten Akt versucht der Regisseur offenbar, seine verstaubten Stereotypen mittels Ironie zu retten und überzieht dabei ebenso wie zuvor mit patriarchalischem Paternalismus. Demonstratives desavouieren der Altmänner-Phantasie von einer jungen attraktiven Adeptin ändert wenig an der chauvinistischen Perspektive der selbstverliebten Seifenoper. Deren krudes Konzept rettet auch der passable Cast nicht. 

Kritik: Lida Bach

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