×
?
So findest du deinen Titel

Einfach einen Titel oder Personennamen eingeben – auch Originaltitel funktionieren.

IMDb-ID
tt0133093
TMDB-ID
TMDB: 603
Movie-ID
Die interne Movie-ID direkt einfügen.
Startdatum
Start: 21.09.2026 oder Start: 2026
Dauer
Dauer: 120 (Minuten)
Regie
Regie: Nolan
Drehbuch
Drehbuch: Nolan
Cast
Cast: Reeves

Bei Personensuchen erscheinen zuerst die Personen, darunter ihre passenden Filme und Serien.

Wichtig ist das der Name dennoch so komplett wie möglich geschrieben wird, da bei z.b. "Nolan" auch als Vorname existiert.

×

Erwähnungen

×

Benachrichtigungen

Quelle: themoviedb.org

Inhalt

Ein ehemaliger MMA-Champion hat dem Käfig längst den Rücken gekehrt. Doch als sein jüngerer Bruder in Gefahr gerät, muss Patton James entscheiden, ob er für einen allerletzten Kampf in die Arena zurückkehrt. An seiner Seite: sein alter Trainer (Russell Crowe), der ihn einst zur Legende formte. Gemeinsam bereiten sie sich auf den härtesten Fight vor – gegen den amtierenden Champion, dessen Brutalität gefürchtet ist. In diesem Kampf geht es um mehr als nur einen Titel: Es geht um Familie, Ehre und das nackte Überleben.

Quelle: themoviedb.org

Kritik

„Wenn ich atmen kann, kann ich denken, wenn ich denken kann, kann ich gewinnen!“

Beast spuckt von Anfang an große Töne, ohne im Endeffekt abzuliefern, und ist leider nichts weiter als eine billige Kopie von allen gängigen Kampfsportfilmen, die man kennt und liebt. Insbesondere bedient sich Beast bei zwei Filmen: bei Rocky IV und Karate Tiger 3 und das in einer Weise, die weder besonders originell noch besonders unterhaltsam ist. Gerade Kampfsportfans kommen hier definitiv nicht auf ihre Kosten. Dabei beginnt alles noch so vielversprechend. Russell Crowe (Unhinged) macht als Trainer erst einmal eine gute Figur und motiviert seinen Schützling, sodass er bereit ist zu kämpfen. Doch statt diesen besonderen Kampf zu zeigen, kommt auf einmal ein Schnitt, und man fokussiert sich auf das langweilige Leben des Protagonisten (Daniel MacPherson, Land of Bad) als Fischer, das er offenbar ein paar Jahre nach dem Kampf, den man gar nicht gezeigt hat, führt. Das ist schon mal die erste Enttäuschung des Films und es folgen noch etliche Enttäuschungen, weil sich Beast die recht passabel choreografierten Kämpfe fast bis zum Schluss aufspart und bis dahin ist es ein langer und anstrengender Weg, zumindest für die Zuschauer.

Vor allem, weil der Film mit seinen fast zwei Stunden nahezu schon unerträglich erscheint, weil er nicht das liefert, was er verspricht. Statt Kämpfe zu zeigen, suhlt sich Beast in einer mittelmäßigen und völlig uninspirierenden Story, die mit mittelmäßigen Darstellern zum Leben erweckt wird. Leider hat der Hauptdarsteller nicht die Körperbeherrschung oder Grazilität von Van Damme (Timecop) und auch nicht den hohen Wiedererkennungswert von Stallone (Rocky), sondern sieht so aus wie ein x-beliebiger Security von der Straße. Natürlich kann kein Mensch etwas für sein Aussehen, aber die Filmbranche ist nicht gerade dafür berühmt, dass es auf die inneren Werte ankommt. Zumindest ist es für Schauspieler von großer Wichtigkeit, dass sie sich mit ihrem Äußeren von der breiten Maße abheben oder außergewöhnlich gut schauspielern können. Mit beidem kann der Protagonist nicht dienen, wobei er in den Szenen mit Russell Crowe durchaus mehrmals beweist, dass er schauspielern kann. Auch Russell Crowe glänzt in den kurzen Szenen, in denen er auftritt, mit seiner Stärke. Er gehört definitiv zu den Schauspielern, die allein mit seiner Präsenz die anderen um sich herum mitziehen. Somit wertet er die Szenen deutlich auf, auch wenn er eigentlich nur mehr oder weniger nur das Aushängeschild des Films ist und leider keine so große Rolle spielt.

Dafür steht die Beziehung mit dem ebenso wenig charismatischen Bruder (Mojean Aria, The Last Manhunt) auf der Agenda und diese Gespräche ziehen sich irgendwie in die Länge und auch die vermeintlichen Höhepunkte funktionieren nicht richtig und irgendwie stampft der Film einfach auf der Stelle. Man fragt sich schon eine ganze Weile, wann der Protagonist endlich beginnt, ordentlich zu trainieren, und im letzten Drittel des Films ist es endlich soweit und nach einer kleinen, aber feinen Motivationsrede von Russell Crowe reißt sich die Hauptfigur endlich zusammen und will den Kampf gegen seinen Erzfeind gewinnen. Nur leider ist sein Erzfeind (Bren Foster,Deep Blue Sea 3) genauso unauffällig wie er selbst und hat nicht die toughe Ausstrahlung von Iwan Drago oder die Aggressivität von Clubber Lang. Er ist einfach nur irgendein Typ, dem man eher zutraut, dass er Omas über die Straße hilft, statt seine Gegner fertigzumachen.

Wie dem auch sei, Beast schafft es leider nicht, aus dem Schatten der Filme zu treten, die er so unverschämt kopiert. Es gibt insgesamt zu wenig Kämpfe und zu viel Gerede. Im letzten Drittel bekommt man als Zuschauer genau das, worauf man lange gewartet hat, doch es kommt leider etwas zu spät. Besonders schade ist, dass der Film am Ende sogar die Szenen zwischen Adrien und Rocky kopiert. Das tut dem Film definitiv nicht gut und unterstreicht eigentlich nur noch mehr, wie einfallslos dieser Streifen ist. Es wird von anderen Kampfsportfilmen abgekupfert und die einzigen Szenen, die wirklich stark sind, verdankt man der Anwesenheit von Russell Crowe. Fairerweise muss man sagen, dass der Final Fight und auch der Kampf des Bruders sehr gut inszeniert sind, doch diese zwei Kämpfe reichen nicht aus, um den Film insgesamt aufzuwerten. Es wird zu wenig geliefert und zu spät, und diesem Film fehlen einfach nur die Seele und das Herz. Deswegen können die Kampfsportfans diesen Film getrost liegen lassen und sich lieber zum hundertsten Mal Rocky ansehen.

Fazit

Eine einfallslose Kopie aller gängigen Kampfsportfilme, die sich insbesondere bei "Rocky IV" und "Karate Tiger 3" bedient. Russell Crowe ist der Lichtblick in diesem lahmen Werk, der den Fokus leider nicht auf die Kämpfe, sondern auf das endlose Gerede legt. Der Final Fight ist solide inszeniert und funktioniert sehr gut. Er kommt aber deutlich zu spät und kann den Film insgesamt auch nicht mehr retten, weil er sich zu sehr in den nebensächlichen Szenen verliert und weder mit seinem Hauptdarsteller noch mit dem Antagonisten überzeugen kann. "Beast" ist insgesamt eher enttäuschend.

Kritik: Yuliya Mieland

Wird geladen...

{{ loadError }}

×