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So findest du deinen Titel

Einfach einen Titel oder Personennamen eingeben – auch Originaltitel funktionieren.

IMDb-ID
tt0133093
TMDB-ID
TMDB: 603
Movie-ID
Die interne Movie-ID direkt einfügen.
Startdatum
Start: 21.09.2026 oder Start: 2026
Dauer
Dauer: 120 (Minuten)
Regie
Regie: Nolan
Drehbuch
Drehbuch: Nolan
Cast
Cast: Reeves

Bei Personensuchen erscheinen zuerst die Personen, darunter ihre passenden Filme und Serien.

Wichtig ist das der Name dennoch so komplett wie möglich geschrieben wird, da bei z.b. "Nolan" auch als Vorname existiert.

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Erwähnungen

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Quelle: themoviedb.org

Inhalt

Die Geschichte folgt einer verheirateten Bilderbuchautorin, die eine gleichzeitige Beziehung zu ihrer Lektorin führt und vorschlägt, dass alle drei zusammenleben – womit sie vielfältige Formen von Familie und Liebe erkunden.
Quelle: themoviedb.org

Kritik

Sind es die drei repräsentativen Hauptfiguren in Nanako Hiroses mutlosem Zweitwerk, die mit ihrer polyamoren Partnerschaftskonstellation hadern? Oder ist es eher die japanische Regisseurin und Drehbuchautorin, die sich in ihrer sittsamen Soap mit der Thematik bis zuletzt nicht wirklich anfreunden kann? Die Frage nach der Grenze von autoreflexiver Auseinandersetzung und kreativem Konstrukt durchzieht das entscheidungsscheue Exposé, dessen verschämter Umgang mit der zentralen Dreierbeziehung seltsam gestrig wirkt. Nicht zuletzt deshalb sind subjektive Spekulationen interessanter, wenn auch nicht ergiebiger denn die Konflikte des Figuren-Trios.

Kinderbuch-Autorin Uta (Masami Nagasawa, Godzilla Minus Zero) führt eine nach außen hin harmonische Beziehung mit ihrem fürsorglichen Gatten Morio (Tasuku Emoto, re:member). Er ahnt allerdings nichts vom Doppelleben seiner Partnerin, die eine heimliche Beziehung mit ihrer Verlegerin Junna (Shizuka Ishibashi, Nagi Notes) hat. Während Junna offen zu ihrer sexuellen Orientierung steht, gibt sich Uta gezielt als straight aus, um ihre Karriere als Autorin nicht zu gefährden. In der heutigen Zeit sei Heimlichtuerei nicht mehr nötig, argumentiert Junna, die ihre Liebe offen zeigen möchte. Nicht nur krampfige Inszenierung suggeriert allerdings etwas anderes. 

Hirose behandelt Queerness so schulmeisterlich und zugleich spießig, als hätten die durchschnittlichen Zuschauenden nur ein vages Konzept davon und inhärent negatives Bild davon. Dies jedenfalls gilt für Morio. Er reagiert schockiert auf Utas Coming-out, das die zentrale Frage nach partnerschaftlicher Identität, Beziehungs- und Selbstdefinition unbeantwortet lässt. Genauso vage bleibt die Beziehungskiste, in der die Drei ihre unterschiedlichen Wünsche und Vorstellungen von Familie und Partnerschaft unterzubringen versuchen. Ist die Dreierbeziehung Ausdruck polysexueller Gefühle oder Zweckgemeinschaft? Die scheinheilige Schlussszene zementiert nur die dramaturgischen Ausweichmanöver des konservativen Klischee-Konstrukts.

Fazit

Bereits die offizielle Synopsis illustriert exemplarisch den inhärenten Widerspruch Nanako Hiroses straighter Perspektive auf queere Gefühle. Ihr Beitrag zum Wettbewerb von Busan wird hartnäckig als „bold“, „provocative“, „candid“, und „with unflinching realism“ beschrieben, lässt aber nichtmal das Wort „queer“, „gay“, „lesbian“ oder „poly“ fallen. Ähnlich vermeidet das prüde Narrativ krampfhaft sexuelle Szenen und definiert queere Beziehungen zwanghaft nach heteronormativen Mustern. Dementsprechend verdrängen Eifersüchteleien und vertragliche Verhandlungen die Auseinandersetzung mit Intimität und Gefühlen und eben jenen gesellschaftlichen Ressentiments, die dekorative Kulissen und Werbeclip-Ästhetik nicht kaschieren können. 

Kritik: Lida Bach

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