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Quelle: themoviedb.org

Inhalt

Yoriko, eine Künstlerin, die im ländlichen Nagi lebt, wird von einer vergangenen Liebesbeziehung heimgesucht, um die zu trauern sie nicht imstande ist. Als Yuri – eine Architektin, die sich gerade erst getrennt hat – aus Tokio anreist, um ihre Freundin und ehemalige Schwägerin zu besuchen, stehen beide Frauen an einem Scheideweg; jede sucht nach Wegen, die Vergangenheit loszulassen und ihre eigene Identität zu finden.

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Quelle: themoviedb.org

Kritik

Umso beflissener Kōji Fukada (Love Life) in seiner bilateralen Beziehungsstudie betont, dass die Kunst zwischen Menschen eine emotionale Verbindung schaffen kann, umso eklatanter zeigt sich die Abwesenheit dieser Fähigkeit in seiner eigenen Inszenierung. Jene versteht sich mehr auf Ästhetisierung denn Empathie für die melancholischen Figuren, deren Wege sich im pittoresken Titelort kreuzen. Die individuellen Nuancen der zentralen Beziehungen, die einander in ihrer Konstellation diametral entgegengesetzt scheinen und sich psychologisch doch spiegeln, entziehen sich der ermüdend stagnativen Story. 

Deren dramatischer Minimalismus kontrastiert mit der atmosphärischen Abstraktion der schicksalhaften Begegnungen, um die sie kreist. Architektin Yuri (Shizuka Ishibashi, Aristocrats) reist aus Tokio in den ländlichen Schauplatz in der Präfektur Okayama, wo ihre ehemalige Schwägerin Yoriko (Takako Matsu, Das Zen Tagebuch) ein zurückgezogenes Leben als Bildhauerin führt. Ein Besuch bei der Schwester ihres Ex-Ehemanns mündet in einem gemeinsamen Kreativ-Prozess. Die Schöpfung einer Holzskulptur von Yuri symbolisiert die wachsende Nähe zwischen den Frauen. Die romantischen Untertöne deren Freundschaft bleiben indes vage.

Amouröse Anziehung scheint mehr ein Ausdruck seelischer Vereinsamung denn sexueller Orientierung. Lette zeigt sich deutlicher im narrativen Nebenstrang um die Jugendlichen Keita (Kiyora Fujiwara) und Haruki (Waku Kawaguchi). Ihre zaghafte Romanze rehabilitiert allegorisch die unterdrückten Gefühle der älteren Generation, doch eine Befreiung wird niemals greifbar. Weder manifestiert sich gesellschaftliche Diskriminierung, noch ein neues Selbstbewusstsein. Begehren erscheint als intellektualisierte Bewunderung und Sehnsucht nach gemeinschaftlichen Strukturen; ein Impuls, den man besser nicht auslebt, um ihn artistisch zu artikulieren.

Fazit

Das Echo militärischer Übungen, das durch die gemächliche Handlung Fukada Kojis gediegenen Dramas hallt, verkündet von globalen Krisen, die in einer anderen Welt zu liegen scheinen als das malerische Szenario. Hidetoshi Shinomiyas kunsthandwerkliche Kamera taucht die idyllische Landschaft in ein milchiges Licht, dessen entrückte Aura den soziologischen Weichzeichner der eklektischen Inszenierung spiegelt. Während das Kunstwerk im Film Form gewinnt, gerät der Plot seltsam amorph. Trotz des sensiblen Schauspiels bleiben die Charaktere bloße Chiffren pittoresker Phrasen. 

Kritik: Lida Bach

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