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Quelle: themoviedb.org

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Inhalt

Nach einem kläglich gescheiterten Überfall auf ein Casino ist das Geschwisterpaar Addison (Eric Bana) und Liza (Olivia Wilde) auf der Flucht. Dabei kommt es zu einem folgenschweren Autounfall, bei dem ihr Fahrer und ein Polizeibeamter getötet werden. Sie beschließen, dass es das Beste ist, sich zu trennen und zu versuchen, einzeln die Grenze zu Kanada zu überqueren: Was das Gangsterpaar aber nicht weiß: Ein enorm starker Blizzard ist auf dem direkten Weg zu ihnen. Während Addison sich einen Weg quer durch das Land bahnt und jede Menge Chaos auf seiner Flucht verursacht, gelingt es Liza, als Anhalterin vom ehemaligen Boxer Jay (Charlie Hunnam) mitgenommen zu werden, der auf dem Weg zu einem Besuch bei seinen Eltern ist. Dort stoßen die Geschwister wieder aufeinander und ihnen ist klar, dass alles auf ein dramatisches Ende zuläuft.

Kritik

Es ist doch immer wieder das gleiche Lied: Nach Erfolg in der Heimat und der Aufmerksamkeit über dem großen Teich schlagen ausländische Regisseure bei ihrem ersten Gehversuch in Hollywood meist böse auf. Dort gibt es scheinbar eine Schublade mit Drehbüchern, die keiner haben will und extra für die „Gastarbeiter“ bereitliegen. Auch dem Österreicher Stefan Ruzowitzky erging es da nicht anders. Nachdem er mit Die Fälscher 2008 den Oscar für den besten fremdsprachigen Film gewinnen konnte war es naheliegend, sich in den USA zu versuchen. Und bei Cold Blood – Kein Ausweg, keine Gnade (im Original Deadfall, keine Ahnung was diese „Übersetzung“ wieder sollte) stand ihm sogar ein anständiger, prominenter Cast zur Verfügung. Gutes Personal macht nur eben noch lange keinen guten Film.

Dabei beginnt alles doch recht vielversprechend und ohne Zeit zu verplempern. Ruckzuck ist das kriminelle Geschwisterpaar Addison (Eric Bana, The Forgiven) und Liza (Olivia Wilde, A Vigilante) mit samt der Beute aus einem Casino-Überfall und bereits dem Mord an einem Polizisten auf dem Kerbholz auf der Flucht zu Fuss durch die verschneiten Wälder nahe der kanadischen Grenze, die sie zu überqueren planen. Aus taktischen Gründen trennen sie sich (was wenig Sinn macht, aber gut…) und während der psychopathische Addison eine Leiche nach der anderen hinterlässt, lässt sich Liza als Anhalterin von Jay (Charlie Hunnam, Die versunkene Stadt Z) auflesen. Der Ex-Sträfling ist auf dem Weg zum Thanksgiving-Besuch bei seinen Eltern (Kris Kristofferson, Blade, und Sissy Spacek, The Help), aber eigentlich auch auf der Flucht, da er direkt nach der Haftentlassung bei einem Streit jemanden niederschlug und nun fürchtet, wieder zurück ins Kittchen zu müssen. Es kommt, wie es kommen muss: Aus der anfänglichen Zweckgemeinschaft entwickelt sich eine Romanze, doch Liza spielt nicht mit offenen Karten und hat dummerweise vor dem Aufkeimen von Gefühlen Addison die Adresse von Jay’s Elternhaus genannt, das als Treffpunkt der beiden dienen soll. Und wenn man einen nicht an Thanksgiving (oder an jedem anderen Tag des Jahres) bei sich zuhause haben will, dann ist es der völlig skrupellose Addison.

Die frostige Stimmung, das atmosphärische Setting, der gute Cast und der zackige Anfang stimmen zuversichtlich, allerdings verläuft sich der halbgare und schlampig durchdachte Plot schnell in allerlei unglaubwürdigen Entwicklungen. Zudem werden etliche Klischees bedient, speziell was die Figuren angeht. Da schleppen alle einen ausgeprägten Vater-Komplex mit sich rum. Wenn sie sich nicht unter diesen unglücklichen Umständen zufällig über den Weg gelaufen wären, sie würden eine prima Selbsthilfegruppe abgeben und sich vielleicht in dem Rahmen ganz gut verstehen. Die Spannung leidet zwischendurch aufgrund der Einfallslosigkeit des Scripts auch erheblich. Erst Richtung Ende, wenn das Tempo spürbar anzieht und sich alle zum Finale am Esstisch versammeln, bekommt Cold Blood – Kein Ausweg, keine Gnade wieder etwas Linie und versprüht auch sowas wie ungemütlich-angenehme Anspannung. Die Darsteller machen grundsätzlich einen guten Job, aber auch da muss wieder das Script als Fehlerteufel angeprangert werden. So sehr Eric Bana sich in der Rolle des sadistischen Psychos abmüht, seine Rolle wirkt völlig überzeichnet. Das soll seine Leistung allerdings nicht schmälern, im Gegenteil, viele andere hätten da vermutlich komplett die Contenance verloren und es würde in einem Fiasko enden.

Fazit

Unterm Strich ist „Cold Blood – Kein Ausweg, keine Gnade“ schon ein recht enttäuschender Film, da er grundsätzlich einiges anbieten könnte. Ein totaler Reinfall ist er aber auch nicht. Handwerklich durchgehend ordentlich inszeniert und die gute Besetzung ist stets bemüht das Beste aus dem schluderigen Drehbuch herauszuholen. Der Film hat seine Momente, kann aber unmöglich als gelungen betrachtet werden. Der übliche „Foreign-Director-Debütfilm“, aber das geht noch deutlich schlimmer (man denke nur an „Invasion“ oder erst „The Tourist“).

Kritik: Jacko Kunze

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