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So findest du deinen Titel

Einfach einen Titel oder Personennamen eingeben – auch Originaltitel funktionieren.

IMDb-ID
tt0133093
TMDB-ID
TMDB: 603
Movie-ID
Die interne Movie-ID direkt einfügen.
Startdatum
Start: 21.09.2026 oder Start: 2026
Dauer
Dauer: 120 (Minuten)
Regie
Regie: Nolan
Drehbuch
Drehbuch: Nolan
Cast
Cast: Reeves

Bei Personensuchen erscheinen zuerst die Personen, darunter ihre passenden Filme und Serien.

Wichtig ist das der Name dennoch so komplett wie möglich geschrieben wird, da bei z.b. "Nolan" auch als Vorname existiert.

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Erwähnungen

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Inhalt

Byeon Hyeok Jun, ein Mann in seinen Dreißigern, versucht dem Sumpf seiner Schulden zu entkommen und nimmt einen überaus lukrativen, aber geheimnisvollen Nebenjob an – was eine Kette unerwarteter Ereignisse in Gang setzt.

Quelle: themoviedb.org

Kritik

Es gibt keine stärkere Yang Energie als die Notwendigkeit, seinen Lebensunterhalt zu verdienen”, verkündet der ominöse Mr. S (Lee Hee-jun, Nine Puzzles), in Kim Da-mins sardonischer Satire der wahrhaft dämonischen Destruktivität der Gig Industry. In deren alptraumhafte Abgründe gerät der arglose junge Hyeok-jun (Lee Jae-wook, Alchemy of Souls), nachdem die unüberlegte Investition in ein Immobilien-Projekt ihn um die hart erarbeiteten Ersparnisse seiner Mutter brachten. Jetzt muss der bankrotte Loser, der mit seiner genauso gescheiterten jüngeren Schwester Ji-yoon (Kim Min-ha, The Table: Day and Night) immer noch zu Hause wohnt, Kohle machen und zwar schnell.


Zum Exitus fehlt ihm die Courage und Amateur-Pornos, mit denen ihm sein Geldleiher hohe Profite verspricht, wirken auf ihn noch abschreckender als das Stelleninserat der mysteriösen Agentur Spider Staffing. Dort garantiert ihm Mr. S das 50-fache Gehalt für eine Nachtschicht in einem Spätkauf. “Würden wir das 50-fache Gehalt zahlen, wenn das eine gewöhnliche Filiale wäre?”, entgegnet Mr. S am Telefon auf Hyeok-juns panischen Anruf mach gerade mal ein paar Minuten in dem Laden, dessen Lagerraum ein Arsenal gruseliger Geräusche, Gegenstände und Gefrierschrank-Bewohnende birgt. 


Ein inkompetenter Kollege (Choi Hyun-wook, Good News), ein tödlich langsamer Uralt-Computer, und ein Notizblock mit verunsichernden Arbeitsvorschriften sind die irdischen Schrecken des amüsanten Auftakts der Sammlung makaberer Miniaturen. Deren Serienformat verdichtet die filmische Festival-Fassung, die vor dem Netflix Start in Busan Premiere feiert, zu einem parabolischen Potpourri arbeitsalltäglicher Ängste. Infernalische Mächte, die aus einem perfiden Pandämonium ins Diesseits dringen, sind nicht beängstigender als die praktischen Widrigkeiten, mit denen Hyeon-jun ringt. Eine interpretationsoffene Adressnummern, zerbrechliche Glas-Getränkelieferungen und Inventur sind das wahre Grauen, figurativ und narrativ. 


Ein maliziöser Pierrot, ein M.C. Escher würdiger und ein von Gespenster-Exhibitionisten heimgesuchtes Kino zeigen die Auftragsjob-Branche als perfiden Zirkus, eine invertierte ökonomische Topographie surrealen Schreckens, in der das sichtbare Scheitern im wirtschaftlichen Wettrennen buchstäblich ein wahr gewordener Alptraum ist. Pointiert gespielt und mit komödiantischem Timing, verbindet die scharfsichtige Sektion der menschenfeindlichen Mechanismen eines absurden Arbeitsmarkts. Unter dessen sadistischen Bedingungen wird der finanzielle Existenzkampf zu einem buchstäblichen. Die mit Pulp-Ästhetik kokettierende Revue balanciert an der Grenze zur Schadenfreude, überschreitet sie aber nie.


Fazit

“Ich kriege Panik, wenn ich mit Freunden die Rechnung teilen soll, meine Kreditkarte wieder gesperrt wurde und ich im Briefkasten eine neue Mahnung finde. Ich habe keinen Nerv mich vor irgendwelchen Geistern zu erschrecken.“ Sinngemäß beschreibt eine der Hauptfiguren Kim Da-mins gesellschaftskritischer Grusel-Groteske so das reale Grauen, das unter dem fiktiven Firnis der allegorischen Angstvisionen stets greifbar bleibt. Das Lachen über die verzweifelten Versuche der sympathischen Underdog-Charaktere, deren Familienbeziehungen einen angenehmen Kontrast zu romantischen Repertoire-Narrativen liefert, bleibt angesichts der grimmigen Realität des existenziellen Schreckens im Halse stecken. 

Kritik: Lida Bach

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