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IMDb-ID
tt0133093
TMDB-ID
TMDB: 603
Movie-ID
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Startdatum
Start: 21.09.2026 oder Start: 2026
Dauer
Dauer: 120 (Minuten)
Regie
Regie: Nolan
Drehbuch
Drehbuch: Nolan
Cast
Cast: Reeves

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Quelle: themoviedb.org

Inhalt

Die Freundesgruppe aus „Das perfekte Geheimnis“ muss sich wenige Monate nach dem Handyspiel auf einem chaotisch verlaufenden Kurztrip in den Süden die Frage stellen: Gibt es ein Leben nach der Wahrheit oder ist ihre Freundschaft vorbei?

Kritik

2019 landete Bora Dagtekin mit Das perfekte Geheimnis einen der größten deutschen Kinohits des Jahres. Der Regisseur, der zuvor mit Türkisch für Anfänger und der Fack ju Göhte-Trilogie Erfolge feierte, schickte eine prominente Freundesgruppe in ein ebenso unterhaltsames wie unangenehmes Experiment: Alle mussten ihre Nachrichten und Anrufe offenlegen. Sieben Jahre später folgt mit Der perfekte Urlaub nun eine Art Fortsetzung. Statt im Wohnzimmer geht es diesmal nach Mallorca. Doch mehr Platz und Sonne machen noch lange keine bessere Komödie.

Miese Freunde, miese Witze

Zu Beginn genießt die Clique noch den Luxus einer exklusiven Finca. Lange hält die Urlaubsidylle allerdings nicht, denn das Domizil wird kurzerhand in die Luft gesprengt. Die Freunde landen daraufhin in einem Ballermann-Partyhotel. Eigentlich eine gute Gelegenheit, den Pauschaltourismus aufs Korn zu nehmen. Doch Dagtekin hat wenig Interesse daran, aus Mallorca mehr als eine hübsche Kulisse zu machen.

An den Verhaltensweisen der Hauptfiguren hat sich ohnehin nichts geändert. Es wird gelogen, getrickst und hinter dem Rücken der anderen intrigiert. Dass sich diese Menschen überhaupt Freunde nennen, ist dabei fast die größte Überraschung. Sympathisch ist hier kaum jemand, nachvollziehbare Beweggründe sind rar. Natürlich müssen Komödien keine liebenswerten Figuren präsentieren. Wenn einem aber das Schicksal sämtlicher Beteiligten völlig gleichgültig ist, wird es schwierig, sich für ihre Probleme zu interessieren.

Der Vorgänger konnte zumindest mit seiner reizvollen Grundidee punkten, die allerdings aus dem italienischen Film Perfetti Sconosciuti - Wie viele Geheimnisse verträgt eine Freundschaft? stammte. Der perfekte Urlaub fehlt ein vergleichbarer Einfall. Stattdessen reiht sich eine vorhersehbare Situation an die nächste, als hätte jemand die üblichen Zutaten einer deutschen Mainstreamkomödie zusammengeworfen und gehofft, dass daraus schon irgendetwas Lustiges entsteht. Das Ergebnis ist ernüchternd.

Routinen als Pointen, gestreckt auf zwei Stunden Laufzeit

Auch die prominente Besetzung kann wenig ausrichten. Diana Amft ist endlich wieder in einer größeren Rolle zu sehen, bekommt aber kaum Material, mit dem sie wirklich etwas anfangen könnte. Die Figuren bleiben blass, ihre Konflikte wirken konstruiert und die Pointen kommen selten über das Niveau müder Routine hinaus. Ob der Film seinen Humor mit der Brechstange serviert oder sich an vermeintlich subtilen Beobachtungen versucht, macht kaum einen Unterschied. Gelacht wird jedenfalls erstaunlich wenig.

Ein kleiner Lichtblick ist Komiker Jan van Weyde, der eine herrlich überzeichnete Version des typischen Urlaubsanimateurs abgibt. Seine aufgesetzte Fröhlichkeit trifft den Nerv dieser Ferienwelt und sorgt für einige der wenigen Momente, in denen der Film tatsächlich funktioniert. Viel mehr bleibt allerdings nicht hängen.

Mit einer Laufzeit von rund zwei Stunden zieht sich Der perfekte Urlaub zudem unnötig in die Länge. Was ohnehin schon wenig unterhaltsam ist, wird durch die ausufernde Erzählweise zur Geduldsprobe. Nicht einmal das Mallorca-Setting weckt dabei echtes Urlaubsgefühl. Statt Lust auf Sonne, Strand und Sangria bekommt man eher den Wunsch, sich möglichst weit von dieser Gesellschaft zu entfernen. Als Lehrfilm ein voller Erfolg, als Komödie eher weniger.

Fazit

Wer solche Freunde hat, braucht keine Feinde. "Der perfekte Urlaub" ist ein Paradebeispiel deutscher Wohlstandsöde, in der sich selbstverliebte Unsympath*innen durch künstliche Konflikte und abgestandene Gags mäandern. Da wünscht man sich glatt die „normalen Leute“ aus Tom Gerhardts "Ballermann 6" zurück – die waren zumindest besoffen.

Kritik: Sebastian Groß

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