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Quelle: themoviedb.org

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Inhalt

Ein Großvater erzählt seinem kranken Enkelsohn eine Geschichte um Helden, Liebe, Bösewichte und Ungetiere, in der sich die Ereignisse ironisch überschlagen.

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Quelle: themoviedb.org

Kritik

Die Mischung, die im Jahre 1987 in Form von Die Braut des Prinzen zusammengekommen ist, war wohl einmalig: Während Rob Reiner – der ein Jahr zuvor mit Stand by Me - Das Geheimnis eines Sommers einen der wohl wichtigsten Filme der 80er gedreht hat – hinter der Kamera platz nahm, schrieb Oscar-Gewinner William Goldman basierend auf seinem eigenen Buch Die Brautprinzessin ein Drehbuch, welches sich gänzlich der Liebe widmete. Doch dies war erst der Anfang: Denn zusammen mit einer fabelhaften Fantasy-Kulisse, einem charmanten Cary Elwes als Westley in der Hauptrolle sowie einmaligen Figuren, entstand ein Abenteuer, welches nicht nur durch seine Leichtigkeit inspiriert, sondern auch durch seine gewisse Naivität. Hier gibt es keinen Schwermut, keine Boshaftigkeit, kein Leid (auch wenn gefoltert wird), sondern schlichtweg den Kampf um Gerechtigkeit, Rache, Liebe und einen Kuss im Sonnenuntergang, der die wahre Liebe erfasst. Klingt kitschig? Nun, dank der ironischen – ja fast schon parodischen – Erzählweise von William Goldman ist daraus ein Kultfilm entstanden, der selbst heute noch begeistern kann.

My name is Inigo Montoya. You killed my father. Prepare to die.

Im Kern bleibt aber Die Braut des Prinzen vor allem eine Ode an die Kunst des Geschichtenerzählens: Zu Beginn sehen wir so einen kleinen Jungen (Fred Savage, der nun seine Rolle in der PG 13 Version von Deadpool 2 wiederholen darf), der aufgrund von Krankheit das Bett hüten muss. Doch zum Glück gibt es den Großvater (Peter Falk), der sich seiner annimmt und ihm eine Geschichte vorließt. Aus dieser einfachen Prämisse entfaltet der Film schließlich seine Magie. Seine Reise in die Welt von Die Braut des Prinzen. Die beiden Erzählebenen verbinden sich schließlich zu einem Gesamtwerk, welches gekonnt miteinander verwoben ist. So kann nicht nur der Großvater seinem Enkel eine gute Geschichte erzählen und kleine Anekdoten mitgeben, sondern ihm so auch seine Liebe gestehen. Ein Kunstgriff, der vor allem am Ende den Zuschauer nicht unberührt lässt. Und der Rest? Nun, die Abenteuergeschichte rund um Westley, der Auszog sein Abenteuer zu finden, und Buttercup (Robin Wright), ist natürlich an vielen Stellen unglaublich kitschig, naiv und manchmal gar albern, doch gerade daher so wirkungsvoll. Denn nicht nur jede Figur hat seine Daseinsberechtigung und Tiefe, sondern auch die Kulissen bzw. Kapitel sind erzählerisch abwechslungsreich, faszinierend und überraschend aufgebaut. Mehr als einmal darf sich der Film gar selbst aufs Korn nehmen.

Die Geschichte an sich, lehnt sich natürlich an vielen großen Vorbildern an und stellt erst einmal den Held in den Mittelpunkt: Mit einer gewieften wie sympathischen Art überlistet er so beispielsweise drei große Halunken (Mandy Patinkin als Inigo Montoya, André the Giant als Fezzik und Wallace Shawn als Vizzini) in Schwertkampf, Kraft und Intelligenz. Der Episodenhafte Charakter ist dabei ebenso gelungen wie die Prise Humor, die stets immer mitschwingt. Doch erst danach entfaltet Die Braut des Prinzen seinen wahren Irrsinn: Ein sechsfingriger Bösewicht mit epischer Rachegeschichte, eine Auferstehung per Wunder, ein feuriger Großangriff auf ein Schloss und schließlich eine Foltermaschine, die das Leben raubt. William Goldman lässt hier seiner Kreativität wahrlich freien Lauf, was von den Darstellern herzlich aufgenommen und unterstützt wird. Für Rob Reiner Grund genug zusammen mit Kameramann Adrian Biddle das Märchen malerisch einzufangen und seine Kulissen absichtlich so zu inszenieren, als wenn sie aus einem Märchenbucheinband gefallen wären. Am Ende bleiben dann noch die Dialoge: Egal ob Inigo Montoya oder die zynischen Kommentare von Westley, hier gibt es an vielen Stellen mehr zu entdecken, als es auf den ersten Blick den Anschein hat. Und somit gelingt Die Braut des Prinzen am Ende sogar noch das wichtigste: Es entsteht ein Film für die ganze Familie. Während die Kinder dem fantastischen frönen, bleiben die Erwachsenen bei der Hoffnung nach Liebe und dem bitteren Kampf nach Gerechtigkeit. Und wenn sind sie nicht gestorben, dann leben sie noch heute!

Fazit

"Die Braut des Prinzen" ist trotz – oder vielleicht auch dank - seiner kindlichen Naivität sowie seiner humorvollen Erzählung ein fantastisches Familienabenteuer, welches selbst heute kaum etwas von seiner Faszination verloren hat. Alle großen Motive der Erzählkunst finden sich hier wieder, eingebettet in ein Märchen, welches William Goldman der Liebe widmete, während Rob Reiner ein Fantasy-Chaos mit Spaß-Garantie inszenierte. Eine Ode an das Geschichtenerzählen, eine Parabel auf Hoffnung und Frohsinn und schlichtweg atemberaubende Unterhaltung.  

Kritik: Thomas Repenning

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