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Quelle: themoviedb.org

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Inhalt

Die Republik Gilead ist aus den zerfallenen Vereinigten Staaten von Amerika hervorgegangen. Es herrschen immer noch bürgerkriegsähnliche Zustände. Die Fruchtbarkeit der Menschen ist dramatisch zurückgegangen, was zu drastischen Maßnahmen der Regierung geführt hat. Das Regime gibt sich alttestamentarisch religiös, doch hinter den Kulissen herrscht dieselbe Bigotterie wie vor den großen Umwälzungen.
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Quelle: themoviedb.org

Kritik

Wenn man die Serie The Handmaid’s Tale kennt, kann man sich kaum vorstellen, dass diese großartige Story, die auf Margaret Atwoods Romanvorlage (“Der Report der Magd”) basiert, in irgendeiner Form schlecht umgesetzt werden könnte. Aber wer den Film Die Geschichte der Dienerin von Regisseur Volker Schlöndorff (Die Fälschung) gesehen hat, wird eines Besseren belehrt. Denn dieser Science-Fiction-Thriller ist an Absurdität nicht zu übertreffen.

Es fängt schon damit an, dass die Protagonistin, gespielt von Natasha Richardson (Manhattan Love Story) Kate heißt, obwohl ihr Name im Buch eigentlich June lautet. Die restlichen Charaktere, wie Moira (Elizabeth McGovern), Janine (Traci Lind) und Serena (Faye Dunaway), haben jedoch die Originalnamen aus dem Buch bekommen. Wenn sie überhaupt einen haben ... denn die Tochter der Protagonistin, die im Buch eigentlich Hannah heißt, hat im Film einfach gar keinen Namen, ebenso wenig Janines Baby. Neben lächerlichen Monologen, miesen Darstellern und peinlichen Fremdscham-Momenten ist dieser Film eine lieblose Zusammenfassung einer grandiosen Geschichte in einem sterilen Setting. Wenn man die Serie oder das Buch nicht kennt, kann man die Zusammenhänge innerhalb der Handlung überhaupt nicht nachvollziehen. Es gibt also jede Menge Lücken im Drehbuch von Harold Pinter (Betrug), die den roten Faden komplett abschneiden und somit ohne jeden Sinn zum nächsten Handlungsstrang gesprungen wird.

Trotz der überaus fesselnden Story, in der Frauen in einem theokratischen Staat als Gebärmaschinen missbraucht werden, fehlt es auch an dem dystopischen Feeling. Im Vergleich zur Serie von Bruce Miller (The Testaments), vermisst man im Film einfach das Unbehagen und die beklemmende Angst vor Gilead sowie dessen Anhänger. Auch schauspielerisch ist die Leistung des Casts ein absoluter Witz. Da ist einfach nichts an Emotionen sichtbar. Die Charaktere wirken starr und ausdruckslos. Und die Liebesgeschichte zwischen Kate (eigentlich June) und Nick (Aidan Quinn) ist dann noch der Gipfel der Katastrophe. Hier passt einfach von vorne bis hinten gar nichts zusammen und hat mit Romantik so gar nichts zu tun … Das Paar harmoniert überhaupt nicht und sobald es zwischen den beiden zur Sache geht, fragt man sich, wie das eigentlich passieren konnte, da sich im Vorfeld nichts derartiges angebahnt hatte.

Die Geschichte der Dienerin ist einfach schlecht produziert und inszeniert, obwohl es in den 90er Jahren schon richtig gute Filme mit großartigen Effekten gab. Zum Beispiel: Jurassic Park der nur drei Jahre später erschienen ist. Oder auch gute Thriller mit viel Spannung und Nervenkitzel, und vor allem überzeugenden Darstellern, wie Misery mit Kathy Bates und James Caan oder Aus Mangel an Beweisen mit Harrison Ford. Dieser Streifen war dagegen aber definitiv ein Griff in die Tonne. Bei der Premiere im Zoo Palast auf den 40. Internationalen Filmfestspielen in Berlin war der Film im Jahr 1990 sogar ausgebuht worden. Der Regisseur selbst sagte mal in einem Interview: “Ich schob diese Auftragsarbeit ein, um Geld zu verdienen. Keine sehr gute Idee, wie sich herausstellte, denn diese Geschichte der Dienerin lag mir nicht …” Im Nachhinein hatte er sich von dem Werk distanziert.

Aber um dem Film wenigstens etwas Positives abzugewinnen, kann man sagen, dass zumindest das Ende gelungen war.

Fazit

Die beste Idee, die der Regisseur hatte, war Margaret Atwoods Roman “Der Report der Magd” auf die Leinwand zu bringen. Aber wie er das getan hat, war leider ein absolutes Desaster. “Die Geschichte der Dienerin” kann man definitiv auf die Liste der schlechtesten Filme in der Filmgeschichte setzen und auf die Liste der Filme, die man nicht unbedingt gesehen haben muss.

Kritik: Maria Jimenez

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