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Quelle: themoviedb.org

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Inhalt

Als Barbara und ihr Bruder das Grab ihrer Mutter besuchen, werden sie von Zombies attackiert. Sie kann sich in ein entlegenes Farmhaus flüchten, wo sie auf sechs weitere Menschen trifft, die sich dort vor den Untoten verbarrikadieren. Während sich draußen mehr und mehr Zombies sammeln, spitzt sich auch die Lage im Haus unerbittlich zu. Eine Rettung scheint ausgeschlossen…

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Quelle: themoviedb.org

Kritik

1968 erschuf George A. Romero mit Die Nacht der lebenden Toten die Mutter des modernen Zombiefilms. Sein mit nur knapp mehr als 100.000 $ Budget entstandener Independent-Streifen kreierte das Bild der wandelnden, nach Menschenfleisch trachtenden Untoten, die nur durch die Zerstörung ihres Gehirns aufgehalten werden können. Beinah hätte damals ein junger Mann namens Tom Savini (From Dusk Till Dawn) den Job als Makeup Artist übernommen, wurde dann allerdings nach Vietnam einberufen. Zehn Jahre später kam es dann doch noch zu dieser Zusammenarbeit. Romero engagierte ihn für das Sequel Zombie – Dawn of the Dead, in dem er sogar eine kleine Rolle übernehmen durfte. Als Romero und John A. Russo (der Co-Autor von Die Nacht der lebenden Toten) Ende der 80er Pläne für ein Remake zu ihrem eigenen Klassiker schmiedeten, boten sie Tom Savini völlig überraschend den Regieposten an, obwohl dieser bisher lediglich drei Episoden der TV-Show Geschichten aus der Schattenwelt inszeniert hatte. Savini akzeptierte und bis heute sollte es sein einziger Spielfilm in dieser Funktion bleiben. Vielleicht trafen ihn die durchwachsene Resonanz von Kritik und Fans auf den fertigen Film doch härter als er zugeben wollte, viel mehr aber wohl sicher die Tatsache, dass ausgerechnet Romero sich mit dem Werk unzufrieden zeigte und sogar seine Beteiligung bei der Vermarktung verweigerte.

Romero’s Abneigung gegen den Film ist aus vielerlei Hinsicht kaum nachzuvollziehen. Schließlich waren er, John A. Russo und Cannon-Guru Menahem Golan nicht nur die treibenden Kräfte hinter der Produktion, er verfasste auch höchst selbst das Skript. Dieses ist auch noch sehr nah an seinem legendären Original, verändert es nur in Details und versieht es mit einem anderen Ende, welches sogar Elemente enthielt, die er damals aufgrund ihrer Brisanz entfernen musste. Letztlich bleibt da nur noch Tom Savini als Buhmann übrig – den er ebenfalls selbst für den Regieposten auswählte. Und das wäre mehr als nur unfair. Denn obwohl Savini seine wahren Stärken sicherlich an anderen Positionen besitzt, ihm ist nun wirklich überhaupt kein Vorwurf zu machen. Bei einem Erstlingswerk vor eine solch schwierige Aufgabe gestellt zu werden ist eher undankbar als eine Ehre. Für Savini war es jedoch eine Herzensangelegenheit, was jederzeit zu spüren ist. Es ist ihm gar nicht daran gelegen, eine völlig neue, individuelle Version eines seiner Lieblingsfilme anzufertigen. Stattdessen bleibt er sehr dicht an der Vorlage und es gelingt ihm tatsächlich, dessen klaustrophobische Stimmung und beklemmende Bedrohung ähnlich effektiv wiederzugeben. Dazu steht seine wahre Berufung der Neuverfilmung ganz hervorragend: In Sachen Masken und Effekten ist diese Frischzellenkur dem 22 Jahre älteren Super-Low-Budget Original natürlich haushoch überlegen.

Die Rückkehr der Untoten ist eben kein emotionsloses, nüchtern kalkuliertes Remake ohne Passion und vor allem gesunder Demut. Er ist aufgrund der nun gestiegenen Möglichkeiten bei der Realisierung eine durchaus angebrachte Modernisierung eines Klassikers, die diesen nie vergessen oder überflüssig machen möchte. Der dessen Stärken huldigt und sich immer wieder ehrwürdig vor ihm verneigt, ihn aber auch in neuem Glanz erstrahlen lässt und in dieser Fassung sogar näher an seine eigentliches Sequel Zombie – Dawn of the Dead rücken lässt, in dem er erst dort wirklich vorhandene Elemente in die ursprüngliche Geschichte verwebt. Die wenigen Veränderungen zum Original sind sinnvoll, stimmig und können praktisch alle als Verbesserung betrachtet werden. Neben den deutlich besseren Effekten und der drastischeren Präsentation schlägt sich das auch bei den Figuren nieder. Nicht nur, dass der Cast hervorragend gewählt ist (Tony Todd in seiner ersten Hauptrolle übertrifft sein Pendant von damals, Duane Jones, deutlich), die „Neustrukturierung“ der Barbara gibt dem Ganzen einen völlig anderen Anstrich. Einst lediglich ein zu beschützendes, hilfloses Anhängsel, wird sie nun im Verlauf der Handlung zur willensstarken Kriegerin, von der gelernten Stuntfrau Patricia Tallman (Der Affe im Menschen) taff und markant verkörpert. Das hat alles Hand und Fuß und kann daher eindeutig zu dieser Art von Remakes gezählt werden, die in sehr harmonischer Koexistenz neben ihrem großen Vorbild eine unbestrittene Daseinsberichtigung besitzen.

Fazit

Gerne gescholten und als überflüssig erachtet, in Wahrheit aber eines der wenigen Remakes, das sich eher als sinnvolle Ergänzung und respektvolle Wiederaufführung eines wegweisenden Klassikers versteht. Welches sich niemals anmaßt, es überbieten oder mit ihm konkurrieren zu wollen. Es ist eine liebevolle Hommage, die vielleicht so eine neue Generation erst an das Original heranführt (ähnlich übrigens dem Zack Snyder-Remake zu „Dawn of the Dead“). Was die Frage erlauben darf: Was zum Teufel kann Tom Savini eigentlich nicht?

Autor: Jacko Kunze

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