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Inhalt

US-Horrorfilm von Wes Craven aus dem Jahr 1991. Dennis Allen (Bill Pullman) soll auf Haiti einer Wunder-Arznei auf den Grund gehen, die Tote zum Leben erwecken kann. Noch weiß er nicht, welche Gefahren seine Nachforschungen bergen.
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Quelle: themoviedb.org

Kritik

Für Horrorfans lässt sich die Tatsache immer noch schwer akzeptieren, dass Wes Craven (Shocker) seit August 2015 nicht mehr am Leben ist. Neben John Carpenter (Halloween – Die Nacht des Grauens) zählte Craven mit Sicherheit zu den bedeutendsten Regisseuren des Genres der letzten Jahrzehnte. Mit Werken wie Nightmare – Mörderische Träume und Scream - Schrei hat er das Genre mehr als nur einmal regelrecht revolutioniert, Figuren kreiert, die als Ikonen in Filmgeschichte und Popkultur eingingen und Liebhaber des Genres in Angst versetzt sowie ein leidenschaftliches Lächeln ins Gesicht gezaubert. 

Doch auch die Filme des Regisseurs, die nicht gerade ein ganzes Franchise etablierten und überaus denkwürdige Killer-Prototypen hervorbrachten, sind einen Blick wert. In Die Schlange im Regenbogen schickt Craven einen Anthropologen nach Haiti, wo dieser nach einem mysteriösen Pulver suchen soll, das angeblich Tote wieder auferstehen lässt, allerdings in Form zombieähnlicher Gestalten. Der Regisseur fackelt dabei nicht lange und stürzt den Betrachter bereits mit einem unheimlichen Vorspann, in dem ein Mann offenbar lebendig begraben wird, mitten in das mystische Geschehen. Das bemerkenswerte an diesem Film ist, dass er seine fiebrig-geheimnisvolle Atmosphäre von Anfang bis Ende aufrecht erhält. 

Zwischen bizarren Voodoo-Ritualen, möglicher schwarzer Magie und religiösen Symbolen erschafft sich Die Schlange im Regenbogen seine ganz eigene Mythologie, die zusätzliche Brisanz durch den Fakt erhält, dass hier einige Elemente auf wahren Begebenheiten beruhen sollen. Dadurch, dass Craven einerseits Bilder heraufbeschwört, die wirken, als seien sie aus den tiefsten Albträumen des Unterbewusstseins hervorgewühlt worden, diese aber als regelmäßige Einschübe in Form von unklaren Visionen oder möglicherweise unangenehmen Begleiterscheinungen eines üblen Drogentrips inszeniert, bleibt der Film weitestgehend mit der Realität verankert. In Verbindung mit den eindringlichen Percussion-Klängen, deren Rhythmus die intensiven Bilder hypnotisch begleitet, zelebriert der Regisseur mit diesem Film eine Grusel-Orgie, die wie ein luzider Traum erscheint, in dem die Grenzen zwischen Wirklichkeit und Wahn zunehmend gefährlich miteinander verschmelzen. 

Dieser Eindruck bleibt allerdings nicht über die gesamte Laufzeit hinweg bestehen, denn zum Ende hin verfällt Die Schlange im Regenbogen zu sehr der Verlockung eines regelrechten Spektakels. Nachdem sich der Film vorher nie so recht in die Karten schauen ließ, Bedrohungen von außen und innen parallel zueinander stellte und der Zuschauer eigene Vermutungen anstellen durfte, während er in die wirklich furchterregenden Impressionen abtauchen konnte, entzaubern die letzten gut 15 Minuten das Szenario. Dem Bösen wird eine klare Gestalt verliehen, Motive werden aufgetischt und ein linearer Verlauf, der sich immer stärker in übernatürlich versponnene Gefilde begibt, macht den vorher so schön unbestimmten Eindruck etwas zu berechenbar. Wenn sich plötzlich Skorpione in Hälsen manifestieren, rücksichtslos Enthauptungen durchgeführt werden oder mit der Hauptfigur ein Bogen hin zur ominösen Anfangssequenz gespannt wird, ist Die Schlange im Regenbogen immer noch äußerst effektiver Horror, der Wahnsinn und Schrecken regelrecht zelebriert, im Schlussakt den starken Eindruck der ersten zwei Drittel jedoch nicht ganz aufrechterhalten kann. 

Fazit

Basierend auf wahren Ereignissen und durchsetzt mit garantiert fiktiven Schreckensszenarien ist Die Schlange im Regenbogen ein sehr atmosphärischer Horrorfilm, in dem okkulte Mythen, schwarze Magie, reale Voodoo-Rituale und surreale Impressionen ein unwiderstehliches Bündnis eingehen. Wes Craven ist und bleibt ein Regisseur, der der (Horror-)Welt fehlt.

Autor: Patrick Reinbott

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