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Schlossbesitzer Peter ist abgebrannt und das Anwesen verrottet. Damit wieder Geld reinkommt, bietet er amerikanischen Touristen ein Wochenende mit Gespenstern an. Doch die Amis durchschauen den Schwindel. Wie gut, dass es noch die echten Geister gibt.
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Kritik

Eigentlich ist „High Spirits – Die Geister sind willig“ kein Film, den man von Neil Jordan erwarten würde. Der irische Regisseur, der Werke wie „Interview mit einem Vampir“, „Zeit der Wölfe“ oder „Mona Lisa“ inszenierte, ist dem phantastischen Kino zwar ganz und gar nicht abgeneigt, jedoch erweist sich diese Gespenster-Klamotte als doch recht ungewöhnlich, verglichen mit seinem sonstigen Oeuvre. Denn Jordan, der stets versuchte seinen Figuren eine facettenreiche Psychologie zu verpassen, vertraut hier relativ einseitig auf das Konzept einer übersinnlichen, Screwball-artigen Inszenierung, die sich zum einen am klassischen Spaß am (harmlosen) Spuk ergötzt und zeitgleich auch drei verschiedenen Lebensstile aufeinander krachenlässt: den irischen, den amerikanischen sowie den der Geister.

Im Kern jedoch erweist sich „High Spirits – Die Geister sind willig“ als angeprüderte Sex-Farce, in dem sich der Geist der holden Jungfer Mary, die jeden Tag erneut von ihrem eifersüchtigen Verlobten ermordet wird, in den amerikanischen  Gutmenschen Jack verliebt, dem seine zickige Frau das Leben schwer macht. Ob sich der gutherzige Jack und der Geist von Mary am Ende kriegen? Das ist keine Frage, deren Antwort wirklich verwundert. Viel mehr verwundert es, dass „High Spirits – Die Geister sind willig“ zu Beginn eine recht chaotische dafür aber äußerst warmherzige sowie einfallsreiche Spuk-Komödie ist, die von der späteren Liebelei zwischen Ami und Spukgestalt jedoch ausgebremst wird. Die Vitalität der der ersten Minuten wird gegen steif-staubige Romantik eingetauscht. Das kostet dem Film viel von seiner Unbeschwertheit und lässt ihn zunehmend zäher werden.

Dem gegenüber steht ein Ensemble welches mit sichtbarer Hingabe agiert. Allen voran Schauspiellegende Peter O’Toole spielt mit großem Elan und Witz. Dagegen wirken Steve Guttenberg und Daryl Hannah einfach zu sehr auf Popularität besetzt immerhin waren diese beiden zur damaligen Zeit zwei große, aufstrebende Stars. Aber die stets leicht überforderte Art von Guttenberg, bzw. seiner Figur und das ewig schmachtende von Hannah erschöpfen sich rasch. Da hilft es dann nur wenig, dass Marys Geistergatte vom jungen Liam Neeson gespielt wird, der hier als Quasi-Antagonist aber eher unauffällig bleibt, ganz im Gegensatz zu den wirklich gelungenen Make-Up-Effekten, denen es gelingt „High Spirits – Die Geister sind willig“ neben des leicht sexualisierten Inhalts, noch eine erwachsenere Note zu verpassen.

Fazit

Zu Beginn verspricht „High Spirits – Die Geister sind willig“ eine phantasievolle Komödie zu sein, voller blendendem Chaos. Doch das Versprechen wird nur teilweise eingehalten. Regisseur Jordan konzentriert sich später zu sehr auf die Beziehung zwischen dem Amerikaner Jack und dem Geist Mary und lässt die wahren Stärken seines Film dafür recht harsch fallen. Mit einer anderen Gewichtung, hätte „High Spirits – Die Geister sind willig“ sicherlich eine kleine Genre-Perle sein können, so bleibt die Komödie zwischen den Attributen „gute Unterhaltung“ und „leichte Enttäuschung“ stehen pendelt zwischen ihnen hin und her.

Autor: Sebastian Groß

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