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Quelle: themoviedb.org

Inhalt

Nachdem bereits ein heimtückisches Online-Spiel die Studenten der Whiton Universität in Angst und Schrecken versetzt hatte, wird einer der Sportstars der Hochschule brutal ermordet. Ellery, die Schwester des Opfers, beginnt auf dem Campus nach Hinweisen auf den Täter zu suchen. Doch während sie nach und nach die dunkelsten Geheimnisse der Universität entdeckt, fallen weitere Studenten dem Killer zum Opfer. Für Ellery beginnt ein blutiger Wettlauf gegen die Zeit…

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Quelle: themoviedb.org

Kritik

Auch wenn das Slasher-Genre in den letzten Jahren mal wieder weniger gefragt zu sein scheint, ganz in der Tradition seiner ikonischsten Antagonisten ist es einfach nicht vollständig totzukriegen. Mit Slayed – Wer stirbt als nächstes? (OT: Initiation) liefert Regisseur John Berardo die Spielfilmadaption seines eigenen Kurzfilms Dembanger aus dem Jahr 2013 ab. Schon damals standen Internet-Stalking und Cyber-Mobbing im Zentrum, was hier natürlich ebenfalls aufgegriffen wird, angereichert mit dem durch die #MeToo-Debatte umso präsenter gewordenen Umgang bzw. eher die stillschweigend hingenommene Legitimation von sexuell motivierten Übergriffen. Alles aktuelle Themen unserer Zeit, verpackt in einen klassischen College-Slasher, in dem ein maskierter Unbekannter seine (meist) jungen Opfer ziemlich derbe über den Jordan schickt.

Der immer wieder direkte Einbezug von Chatverläufen als begleitendes, narratives Element erinnert an bekannte „Desktop“-Thriller wie Unknown User oder Searching, wobei es hier eher nur schmückendes Beiwerk ist als wirklich ein entscheidendes Stilmittel, welches dem Film eine ganz spezielle Ausrichtung oder Qualität verleihen würde. Das lässt sich aber praktisch auf fast alle seine Bausteine übertragen. So finden die gewählten Rahmenthematiken zwar gerade im nicht unangenehm geduldigen Aufbau des Plots eine scheinbar starke Gewichtung, letztlich sind sie aber auch nur ein variables Mittel zum Zweck um eine mehr oder weniger x-beliebige Motivation aus dem Hut zu zaubern. Der Film findet keine geschickte oder gar tiefergehende Substanz hinter seinem Aufhänger, da er daran auch überhaupt nicht interessiert ist. Wenn man ehrlich ist: Am Ende ist es vollkommen egal, wer da warum von wem umgebracht wird. Es geht lediglich um den Prozess an sich. Wie in vielen anderen Slashern auch, weshalb diese Tatsache dem Film natürlich nicht per se das Genick bricht. Nur sollte jedem bewusst sein, dass seine Thematik keinerlei echte Relevanz besitzt und ihm nur aufgrund seiner zeitaktuellen Brisanz übergestülpt wird.

Für Genre-Fans dann doch eher entscheidender sind seine Fähigkeiten als Slasher und leider sind auch die nicht von allzu großer Nachhaltigkeit. Die kurzen und durchaus knackig inszenierten Attacken des mysteriösen Killers besitzen sicherlich Schauwerte, Spannung und Atmosphäre verharren dabei in der neutralen Ausgangsstellung. Das Szenario wird halbwegs souverän, aber steril und bedeutungslos heruntergespielt. Dem Sub-Genre hat der Film absolut nichts hinzuzufügen, das ihn auch nur in winzigen Details über den Abspann hinaus im Gedächtnis einnisten lässt. Und unter den üblichen Whodunnit-Abstrusitäten, die in dieser Gattung beinah zum guten Ton gehören, quält sich dieser Vertreter zu einer besonders ungelenken, die dabei nicht mal amüsant oder schräg, sondern einfach nur unglaubwürdig konstruiert ohne Netz und doppelten Boden ist. Aber um fair zu bleiben: All das bewegt sich immer noch auf einem nicht miserablen Niveau. Der Film macht nichts richtig gut und ist dadurch kaum der Rede wert, bietet jedoch zu jedem Kritikpunkt aus dem Stehgreif mindestens einen Streifen, der auf vergleichbare Weise deutlich krachender scheitert. Übrigens: Das desaströse Zweit-Remake Black Christmas von 2019 gleich in allen gleichzeitig und das mit Vollgas. Nur um das mal in Relation zu setzen.

Fazit

NextGen-College-Slasher mit einer nur scheinbar zeitaktuell relevanten Thematik, die nicht mehr als Mittel zum Zweck ist und in jedem anderen Kontext beliebig austauschbar wäre. Übrig bleibt ein mäßig spannendes, kaum bis gar nicht kreatives Abhandeln abgegriffener Mechaniken inklusiv einer gefloppten Pointe. Immerhin akzeptabel in seiner handwerklichen Präsentation und stets irgendwie bemüht, was ihn unter den Gescheiterten noch zu den weniger Misslungenen macht.

Autor: Jacko Kunze

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