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Inhalt

Der 7-jährige Pepper, von allen nur Little Boy genannt, und sein Vater James sind ein Herz und eine Seele. Gemeinsam erleben sie die wildesten Abenteuer zumindest in ihrer Fantasie. Als James eingezogen wird, ist Little Boy fest davon überzeugt, dass er die Macht besitzt, den Lauf der Geschichte beeinflussen und seinen Vater heil zurück nach Hause bringen zu können. Und wer sagt, dass er das nicht schaffen kann?

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Quelle: themoviedb.com

Kritik

Krieg aus Kinderaugen zu zeigen ist gewiss nicht einfach. Wenn der Krieg dann noch woanders tobt, der Konflikt also im Verborgenen stattfindet, wird das ganze noch einmal ein ganzes Stück schwerer. Dennoch hat sich der mexikanische Regisseur mit Little Boy nun genau daran versucht. Bloß geht er nicht den narrativ und aufwendigen Weg und inszenierte eine realistische Abhandlung, sondern implantierte klare märchenhafte  Elemente in die Geschichte ein. Aus Kriegsdrama und Coming-of-Age-Erzählung wird so eine Fabel über einen kleinen Jungen, der versucht mit den Mitteln der eigenen Phantasie seinen Vater heil aus dem Krieg zurück zu bekommen.

Dieser Clinch, zum einen die Weltsicht des kleinen Jungen Pepper (, Escape from Tomorrow) und die harte Realität, hätten zu einer interessanten und emotional antreibenden Ambivalenz zusammengefügt werden können, doch Little Boy definiert sich leider ausnahmslos durch eine simple Weichzeichnung. Die wenigen Kriegsszenen wirken zu statisch und die Erlebnisse von Pepper in seinem Heimatort befolgen zu stoisch der abgegriffenen Außenseiter-Formel. Wirklich märchenhaft ist das nicht. Viel mehr wirkt es schablonenhaft, industriell zusammenmontiert.

Natürlich, für junge Zuschauer könnte Little Boy durchaus funktionieren. Der Titelheld verfügt für die meisten Kinder wohl über eine funktionelle Identifikationsmöglichkeit. Zu klein, zu schmächtig, zu unbeliebt. Das sollten viele kennen. Betrachtet man den tragikomischen Film aber ohne die rosa Brille bleibt davon nicht mehr viel übrig, auch weil der Film es schuldig bleibt auf die Kriegsthematik wirklich und mit ehrlicher Konsequenz näher einzugehen. Krieg ist halt einfach da. Basta.

Diesem Mangel steht ein durchaus überzeugendes wie spielfreudige Ensemble entgegen. Emily Watson (Breaking the Waves) als Peppers Mutter gelingt es so z.B. einzig und alleine durch Gesten und Blicke ihre wahren Gefühle zu offenbaren. Auch die anderen prominenten Darsteller wie Tom Wilkinson (Big Business - Außer Spesen nichts gewesen) oder Kevin James (Chuck und Larry - Wie Feuer und Flamme) werden von Regisseur Monteverde gut, ja eigentlich schon ideal, eingesetzt und verleihen ihren Figuren immer auch eine Spur Wahrheit, in diesem  Film der dabei scheitert den Krieg sowie dessen Auswirkungen aus dem Blickwinkel eines außenstehendes Einzelgängers und Kindes zu zeigen.

Fazit

Gut gemeint, aber letztlich zu wenig couragiert, um einen wirklich guten, bleibenden Eindruck zu hinterlassen. "Little Boy" ist eine Fabel, die ein wenig wirkt wie eine Predigt ohne echte Kraft in der Stimme.

Autor: Sebastian Groß

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