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Quelle: themoviedb.org

Inhalt

Als der schüchterne Colin in einer Bar auf den charismatischen Ray trifft, ist es sofort um ihn geschehen. Dass der attraktive Biker ausgerechnet ihn zu seinem neuen Gefährten erwählt, kann er kaum fassen. Ray fordert absolute Unterwerfung, zu der Colin nur allzu gern bereit ist. Er putzt, kocht, kauft ein und schläft anstandslos auf dem Bettvorleger. Im Gegenzug öffnet ihm Ray die Tür zu einer aufregenden Welt wilder Abenteuer und sexueller Ekstase. Während sich seine Eltern zunehmend Sorgen machen, genießt Colin sein neues Leben in vollen Zügen. Doch langsam erwacht in ihm eine leise Sehnsucht nach etwas, das Ray ihm vielleicht niemals geben kann.

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Quelle: themoviedb.org

Kritik

Kontrolle, Konsens und die diffizile Dynamik emotionaler und physischer Nähe sind die Richtlinien Harry Lightons (Wren Boys) provokanten Spielfilm-Debüts und die darin untersuchte queere BDSM-Beziehung. Deren strikte Hierarchie, alltägliche Rituale und romantische Distanz stehen ebenso im Fokus der inquisitiven Kamera wie die explizite Sexualität. Mit letzter beginnt das ungewöhnliche Verhältnis des schüchternen Verkehrspolizisten Colin (Harry Melling, Harvest) mit dem wortkargen Biker Ray (Alexander Skarsgård, The Moment), der nicht nur bei beider erster Begegnung die Führung übernimmt. Die BDSM-Liaison eröffnet dem jungen Protagonisten eine verborgene Seite seiner selbst, aber wird auch zur seelischen Herausforderung.

Der Titel der differenzierten Beziehungsstudie bezeichnet im Englischen den Beifahrersitz eines Motorrads. Im Kontext der Handlung, die Colins Perspektive übernimmt und Ray als ein mysteriöses, letztlich unnahbares Sehnsuchtsobjekt darstellt, verweist der Begriff auf Colins unbedarfte Rolle in beider einvernehmlicher Dominanz-Konstellation. Ray hält Colin, der für ihn Dienstboten-Aufgaben erledigt und neben dem Bett auf dem Boden schläft, körperlich und persönlich auf Abstand. Die einzige Ausnahme sind fetischistische Ringkämpfe und BDSM-Sex, mal gemeinsam, mal mit Mitgliedern seiner Biker Clique. Lustvolle Erfahrungen vermischen sich mit Sehnsucht nach partnerschaftlicher Nähe.

Unbewusst scheint Ray diese zu teilen, doch der Plot verwehrt konsequent jede tiefere Erkundung seiner Gefühlswelt und Biographie. Mit seinem selbstbewussten Auftreten, seiner Entschlossenheit und Körperkraft scheint Ray das Gegenbild seines verkrampften, unscheinbaren Lovers. Doch während der schrittweise seine Freiräume und Bedürfnisse abgrenzt, ringt Ray mit seiner eigenen wachsenden Zuneigung. Beide spiegeln einander in ihrer gleichzeitigen Sehnsucht nach und Angst vor ihrem Verlangen, erotischer oder emotionaler Art. Mit lockerem Humor, Neugier und Respekt beobachtet Lighton den diametralen Einfluss einer Partnerschaft, wie sie nur selten ernsthaft filmisch ergründet wird.

Fazit

Queere Comedy, Romanze und Fetisch-Kino verwebt Harry Lightons stilsicheres Kino-Debüt zu einer nuancierten Verhandlung der verschiedenen Arten von Intimität und Identität. Frei von Sensationalismus und Moralismus - allerdings nicht von Schaulust - zeigt die freie Adaption Adam Mars-Jones’ 2020er Romans “Box Hill” die Entwicklung und Strukturen einer Beziehung im Widerspruch zu konventionellen Konzepten von Zärtlichkeit und Zuwendung. Die sinnliche und symbolische Bedeutung von Unterwerfungsphantasien und Machtspielen wird indes nur oberflächlich berührt. Dennoch verleihen die überzeugenden Darstellungen, insbesondere seitens Harry Melling, der warmherzigen Story dramatische Resonanz, auch ohne große Konflikte.

Kritik: Lida Bach

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