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Quelle: themoviedb.org

Inhalt

Auf den verzweigten Wegen des Drogenschmuggels zwischen südamerikanischen Dschungel und den Straßen der USA werden große Mengen Kokain gestreckt. "The Boss", Kopf des betroffenen Kartells, ist nicht erfreut und beauftragt seine verlässlichen Spürhunde, "The Cook" und "The Man" der Sache auf den Grund zu gehen. Die beiden tauchen tief in den Untergrund des internationalen Drogenhandels ein, nicht ahnend, dass ihnen eine energische DEA-Ermittlerin auf den Fersen ist, die zu allem bereit ist.

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Kritik

Als Drogenbaron hat man es schon nicht einfach. Das weiß auch Mac Pherson (Barry Pepper, Der Soldat James Ryan), den man vor allem unter dem Namen „The Boss“ kennt. Irgendjemand streckt seinen Stoff, was dazu führt, dass sich die Rate an Drogentoten in den Vereinigten Staaten rapide steigert – und ein toter Junkie ist in diesem Business eben ein schlechter Junkie. Running with the Devil von Jason Cabell zeichnet nun über eine Laufzeit von gut 100 Minuten nach, wie „The Boss“ zwei seiner besten Männer auf die Reise schickt, um die undichte Stelle im Handelsnetzwerk ausfindig und unschädlich zu machen. Klingt altbacken? Ist es auch. Trotz Nicolas Cage (Dying of the Light – Jede Minute zählt).

Dieser verkörpert nämlich einen der beiden Handlanger und darf sich als Wesley Greer aka „The Cook“ an der Seite von Laurence „The Man“ Fishburne (King of New York – König zwischen Tag und Nacht) bis nach Südamerika durchschlagen. Gut, auch wenn es altbacken klingt und letztlich auch ist, hätte Running with the Devil aus dieser Prämisse immer noch eine solide Spannungkulisse weben können, wenn das Abtasten der Handelskette zwischen Hersteller und Verbraucher als (tödlicher) Kampf gegen Zeit und Raum verstanden worden wäre. Dem allerdings ist nicht so, denn Jason Cabell, der auch das Drehbuch verzapft hat, mangelt es vor allem an einer Sache: Erzählerischer Straightness.

Dadurch wird vor allem deutlich gemacht, wie unglaublich uninteressant jedwedes Einzelschicksal ausfällt. Running with the Devil schnappt sich eine Handvoll Handlungsstränge und versucht über deren Verstrebung im Verlauf der Handlung ein greifbares (Panorama-)Bild vom Drogenhandel zu erschaffen. Von der Saat bis zur Konsequenz. Jason Cabell jedoch besitzt weder einen kreativen Sinn für Storytelling, noch hat er ein Händchen für Schauspielführung. Was dabei herauskommt, ist ein sagenhaftes Schnarchfest, dilettantisch geschnitten, adynamisch und inkohärent erzählt, schmucklos fotografiert, bis in die kleine Nebenrolle (u.a. sind noch Leslie Bibb, Cole Hauser, Clifton Collins junior und Adam Goldberg mit von der Partie) verschenkt. Klassischer Direct-to-DVD-Rotz, der auch Nicolas-Cage-Anhänger in die Bredouille bringt.

Fazit

Mit "Running with the Devil" kommt die Anhängerschaft von Nicolas Cage einmal mehr an ihre Grenzen. Ein vollkommen austauschbarer, bisweilen dilettantisch erzählter und schmucklos fotografierter Drogen-Thriller, dem es an Vision und handwerklichen Vermögen mangelt. Kann man gerne übergehen.

Autor: Pascal Reis

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