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IMDb-ID
tt0133093
TMDB-ID
TMDB: 603
Movie-ID
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Startdatum
Start: 21.09.2026 oder Start: 2026
Dauer
Dauer: 120 (Minuten)
Regie
Regie: Nolan
Drehbuch
Drehbuch: Nolan
Cast
Cast: Reeves

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Inhalt

Die junge Polizeikommissarin Liesa und ihr Partner Osés vermuten Veränderungen in Spaniens Bordellen. Suizo betreibt Etablissements am Straßenrand, in denen Frauen ausgebeutet werden. Die 18-jährige Claudia lässt ihr Kind in Kolumbien zurück, um in Spanien zu arbeiten.
Quelle: themoviedb.org

Kritik

„Amnesty International calls for the decriminalization of all aspects of adult consensual sex work due to the foreseeable barriers that criminalization creates to the realization of human rights for sex workers. Amnesty International considers that to protect the rights of sex workers it is necessary not only to repeal laws that criminalize the sale of sex, but also to repeal those which make the buying of sex from consenting adults or the organization of sex work a criminal offence.“, erklärt Amnesty International in einem Positionspapier.


Veröffentlicht wurde dieses im Mai 2016. Gut zehn Jahre Zeit für Elena Martín Gimeno und Sandra Romero, den insgesamt 17 Seiten langen Aufruf zu lesen. Offenbar allerdings nicht genug für die spanischen Regisseurinnen der 6-teiligen Crime-Serie, die als epische Einheit präsentiert in San Sebastián als Special Screening Premiere feierte. Oder aber sie interessierten sich einfach nicht für die Würde und Grundrechte der Menschen, deren vorgebliche Schicksale - zurechtgebogen und verzerrt zu moralpopulistischen Klischees - ihr scheinheiliges Pamphlet ausschlachtet. Genauso wie dessen KreatorenIsabel Peña (The Beloved) und Eduardo Villanueva (Penumbra).


„Such laws force sex workers to operate covertly in ways that compromise their safty prohibit actuiins that sex workers take to maximaize their safty, and serve to deny sex workers support or protection from government officials. They therefore undermine a range of sex workers‘ human rights, including their rights to security of person, housing, and health.“


Ihr grelles (S)Exposé ist wenig mehr als ein filmischer Aufruf zur verschärften Verfolgung von Sexarbeitender, insbesondere derjenigen mit migrantischem Hintergrund. Dass die Kriminalisierung von Sexarbeit verkappte Abschiebe-Politik ist, ist ebenfalls ausführlich belegt. Das staatliche Bedürfnis, weibliche Körper zu kontrollieren, begleitet oft rechts-konservative Paranoia vor einer fremdländischen Infiltration. Migrantische Sexworker wie Kolumbianerin Claudia (Valentina Vidal), Protagonistin eines der drei verknüpften Handlungsstränge, sind folglich ein populäres Stereotyp bürgerlich-konservativer Narrative. Ein Paradebeispiel dafür ist die sensationalistische Story, deren mantraartige Message radikaler Kriminalisierung voyeuristisches Spektakel illustriert.

Fazit

Finstere Zuhälter mit Luxus-Accessoires, schmierige Nachtclubs in buchstäblichem Rotlicht, Kostüme wie zur Pretty Woman Theme-Party: Elena Martín Gimeno und Sandra Romero bedienen in ihrem abstrusen Anti-Sexwork-Aufruf jedes Negativ-Klischee. Die filmischen und ideologischen Rollen der eindimensionalen Prototypen sind klar verteilt: junge weibliche Opfer, alter männlicher Täter, polizeilicher Retter. Die reißerische Revue setzt Sexarbeit mit Menschenhandel gleich, negiert ökonomische und strukturelle Faktoren und erklärt Legalisierung zu beider Ursache -  und entwirft eine bieder-bürgerliche Angstvision expandierender Erotik-Etablissements. Dass die Realität nachweislich eine andere ist, ignoriert das filmgewordene Bullshit-Bingo. 

Kritik: Lida Bach

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