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SUPERVIZED erzählt die Geschichte von einer Gruppe in die Jahre gekommener, internationaler Superhelden, die sich in einem Altersheim mit dem Namen Dunmanor in Irland zur Ruhe gesetzt haben. Ray ist der einst weltberühmte „Maximum Justice“, der – wie sein Spitzname schon erahnen lässt – das Böse stets bis zum allerletzten Blutstropfen bekämpft. Er kann nur schwer damit umgehen, dass seine Heldentage für immer vorbei sein sollen und dass nun nur noch Bingo spielen und im Wasser planschen angesagt sind. Sein altes Team besteht aus seinem zuverlässigen Kumpel Ted alias „Shimmy“, seiner alten Flamme Madera „Moonlight“ und seinem Erzrivalen Pendle „Total Thunder“. Die Drei scheinen dagegen ihr würdeloses Schicksal akzeptiert zu haben. Als Jerry „Rainbow Warrior“ stirbt, nachdem seine Superkräfte zur Sicherheit aller anderen „heruntergefahren“ wurden – eine durchaus übliche Maßnahme der Regierung – wittert Ray ein falsches Spiel und beschließt, Nachforschungen anzustellen. Der Rest der Bande ist von seiner Verschwörungstheorie allerdings keineswegs überzeugt. Und plötzlich muss Ray nicht nur gegen seine Feinde kämpfen, sondern auch gegen das Stigma des Alters und die Einschränkungen, die dieses so mit sich bringt.

Kritik

Eine spannende Facette von Logan - The Wolverine ist der Kniff, dass Charles X. Xavier (, Wenn Du König wärst) mittlerweile unter Demenz leidet und deswegen seine Kräfte nicht mehr richtig kontrollieren kann. Die Frage, was passiert eigentlich mit Superhelden, wenn sie älter werden wurde damit erstmals einem breiten Publikum vorgestellt. In der aktuellen Zeit, in der Dank DCEU und MCU Superhelden allgegenwärtig sind, hat es durchaus etwas Erfrischendes, wenn man diese überlebensgroßen Figuren mit ihrem eigenen physischen wie psychischen Verfall konfrontiert. Supervized tut genau das, vertraut im Gegensatz zu Logan - The Wolverine aber auf das Korsett der Komödie und …

… hat im Gegensatz zu Hollywood-Produktion kein großes Budget. So fallen Effektszenen eher spärlich aus, genau wie die Superheldenkostüme. Daraus ergibt sich leider eines der größten Probleme des Films: Supervized will seine Helden und ihre altersbedingten Probleme ernst nehmen, wenn aber Maximum Justice, Moonlight und Konsorten mit Kostümen durch das irische Niemandsland trotten, die mehr an Kinderkarneval erinnern, als an wirkliche Superhelden, stellt sich der Film quasi selbst ein Bein und gibt seine Hauptprotagonisten der Lächerlichkeit preis.

Ignoriert man dies erweist sich Supervized dennoch nicht als wirklich sehenswertes Werk. Der Humor ist arg repetitiv und vor allem platt, die Geschichte besitzt interessante Versatzstücke, wurde aber wenig elegant zusammengezimmert, und so richtig in Fahrt kommt die Regiearbeit von Turtles-Regisseur auch eher selten. Dazu versagt Supervized auch dann, wenn er versucht mit dramaturgischen Mechaniken Emotionen zu evozieren. Auch hier ist das Ergebnis wenig ergiebig, auch weil es in der alten Heldengarde keine wirkliche Figur gibt, die einen wirklichen Mehrwert besitzt.

Mit seiner Idee und Umsetzung befindet sich Supervized also ganz klar in der zweiten Reihe von Filmen und Serien, die Superhelden mit einer anderen Einstellung begegnen, als die großen Blockbuster aus dem Hause Disney, Sony und Warner. Ein wenig scheint es auch so, dass die Macher auch genau wissen, wo sie in diesem immer größer werdenden Kosmos stehen. Da passt dann auch die Besetzung, die voller begnadeter Darsteller ist, die jedoch auch immer ein wenig Abstand zu den ganz großen Stars hatten. Aber egal, mag Supervized auch nicht wirklich funktionieren, das ist nicht die Schuld von (Platoon), (Der stählerne Adler), (Vier Brüder), (My Name Is Earl) oder (Outlaw King).

Fazit

Die Grundidee von "Supervized" ist vielversprechend, doch daraus erzeugt werden meist nur flache Witzchen. Bedauerlich, denn mit etwas mehr Feintuning beim Drehbuch und einem größerem Budget hätte der Film das Potenzial gehabt unseren Blick auf Superhelden zu erweitern.

Autor: Sebastian Groß

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