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Quelle: themoviedb.org

Inhalt

Emma Harwood und Charlie Thompson sind verlobt. Und es läuft wirklich großartig: süße Kennenlerngeschichte, innige Liebe, guter Sex, gemeinsame Hochzeitsplanungen. Doch bei einem Testessen mit Trauzeugin und Trauzeuge kommen vier Geheimnisse an Licht, von dem eines alles verändert – nicht nur zwischen dem Brautpaar.

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Quelle: themoviedb.org

Kritik

Was ist die schlimmste Sache, die du je getan hast? Und: Würdest du sie erzählen? Hach, hätten sie doch ein paar Gläser Wein weniger getrunken. Dann wäre es möglicherweise nicht zu diesem eklatanten Wendepunkt gekommen. Allerdings könnten wir dann auch nicht darüber diskutieren, wo die individuellen Grenzen liegen und (vor allem) wie wir reagieren würden, wenn wir XY erfahren.

XY steht für etwas, das Emma (Zendaya, Dune) getan oder nicht getan hat. Es soll auch verdeutlichen, wie schwierig es ist, Das Drama möglichst spoilerfrei zu besprechen. Nicht ohne Grund kursierten im Vorfeld vehemente Bitten, nichts über die Story zu verraten. Dabei ist die gar nicht so spektakulär. Spoiler: Es kommen weder Zombies noch Vampire vor. Das Drama ist eine Geschichte aus dem Leben, die interessante gesellschaftliche Aspekte spiegelt.

Der Film beginnt wie eine romantische Komödie und geht auch erst mal so weiter; auch wenn das Verhalten von Charlie (Robert Pattinson, Der Leuchtturm) schon in der ersten Szene zwischen unbeholfen und soziopathisch pendelt. Letzteres kann auch daran liegen, dass die Erwartungshaltung ob des präkommunizierten Geheimhaltungswunsches bereits früh nach etwas Besonderem giert. Aber nein, aus dem leicht verstolperten Kennenlernen entwickelt sich echte Liebe, die erst später aus dem Gleichgewicht gerät – und wie.

Ohne zu verraten, was die schlimmsten Taten der anderen drei waren, sei gesagt: die von Rachel (Alana Haim, One Battle After Another) würde in einer entsprechenden negativen Topliste weit oben rangieren. Doch gerade sie ist es, die aus dem, was Emma beichtet, nicht nur eine große Sache, sondern ein handfestes Drama macht.

Zugegeben: Was Emma erzählt, ist nicht ohne. Ganz im Gegenteil. Aber hier zeigt sich das Hauptthema von Das Drama. In drei Worten: Heuchlerei, Projektion, Tunnelblick. Oder anders: ich, ich, ich. Rachel bringt eine familiäre Tragödie ins Spiel und ist Emma gegenüber sofort ablehnend und regelrecht aggressiv. Sie hätte auch betroffen reagieren können. Empathisch. Nachfragen und zuhören – die andere Seite besser verstehen. Oder es zumindest versuchen. Und Charlie verliert sich völlig in persönlichen Zweifeln, Selbstmitleid und der Suche nach Erklärungen, um besser damit klarkommen zu können.

Wieso geht eigentlich niemand richtig auf Emma ein? Auf das fünfzehnjährige Mädchen und die unfassbare Tragik, die einen so jungen Menschen erst auf solche Gedanken bringt. Stattdessen dominieren fremdgesteuerte Vorwürfe und egoistisch motivierte Relativierungen. Dass Emma auch ein Opfer ist, steht kaum zur Debatte. Und genau da schwächelt der Film ein wenig, denn hier wäre mehr Substanz angebracht gewesen.

Im absolut wichtigen Subtext behandelt Das Drama auch Mobbing. Definitiv nicht mit dem Hammer, sondern subtil und trotzdem deutlich. Es braucht nicht zwingend ein zutiefst geschädigtes Elternhaus oder andere einschlägige Erlebnisse wie Missbrauch. Moment: Doch, für viele Menschen benötigt es exakt das, um zuzulassen, dass ein Mensch in tiefe Depressionen stürzt und möglicherweise grenzüberschreitende Entscheidungen trifft.

Aber natürlich will der Film auch einen Appell aussprechen. Nicht umsonstwird ein Zitat von Freud erwähnt, das in etwa lautet: Nicht zum Ausdruck gebrachte Gefühle werden niemals sterben – sie werden lebendig begraben und kommen später auf hässlichere Weise hervor. Wir erfahren, dass Emma weder eine Therapie gemacht noch irgendwem von ihrer Vergangenheit erzählt hat. Brücke zum Anfang des Textes: Gut, dass sie ein paar Gläser Wein mehr getrunken haben, denn sonst hätte sich Emma möglicherweise nie von ihrer Last befreit.

Die Regie von Kristoffer Borgli (Sick of Myself), der auch das Drehbuch geschrieben hat, ist dem Film absolut angemessen und hat auch ein paar Ideen in petto, die neben dem Typischen liegen. Gemeint sind vor allem gut platzierte Rückblicke und Einschübe, bei denen wir nicht genau wissen, ob sie wirklich passieren oder nur gedanklicher Natur sind. Grundsätzlich ist Das Drama sehr bodenständig und figurennah inszeniert.

Fazit

Wir bekommen ein Psycho- und Sozialdrama mit anfänglichem RomCom-Feeling und anständigem (schwarzem) Humor.  Tatsächlich gibt es ein paar echte Lachtreffer (Fisch-Ei-Braten beispielsweise). Doch irgendwann tut der Film nur noch weh – inklusiver seiner Witze. Das will und soll er auch, um seine Wirkung zu erzielen. Doch selbst, wenn wir Komplexität und Tiefgang ausklammern, bleibt viel Unterhaltung übrig. Das liegt auch an den grandiosen Einzeldarstellungen von Zendaya und Robert Pattinson sowie ihrer Leinwandharmonie. Die beiden zählen schon jetzt zu einem der stimmigsten Filmduos des noch jungen Jahres. Und jetzt mal ehrlich: Was ist das Schlimmste, das du je getan hast?

Kritik: André Gabriel

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