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Quelle: themoviedb.org

Inhalt

Pari und Hanna, Mitbewohnerinnen und Freundinnen, leben im heutigen Teheran. Pari ist Kuratorin und Leiterin einer unabhängigen Theatergruppe; Hanna ist Tänzerin und möchte Iran so schnell wie möglich verlassen. Die Situation der beiden Frauen verschärft sich, doch ihre Freundschaft hält der politischen Unterdrückung stand.

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Quelle: themoviedb.org

Kritik

Einen Film, der Resilienz und Lebensmut iranischer Künstlerinnen feiern soll und ein von patriarchalischer Repression geprägtes System kritisieren mit einer demonstrativen Hommage an Abbas Kiarostami zu betiteln, konterkariert den feministischen Gestus Hossein Keshavarz und Maryam Ataeis optimistisches Dramas mit paradox zynischem Konformismus. Von diesem inhaltlichen und ethischen Widerspruch erholt sich die mäandernde Momentaufnahme nie, trotz ihrer kreativen Energie und nervenaufreibenden Entstehungsgeschichte. Heimlich in Teheran gedreht und von dem beruflichen und privaten Paar aus ihrem Heimatland geschmuggelt, haftet an dem skizzenhaften Porträt eine ernüchternd kalkulierte Aura.

Lose strukturiert, folgt die Handlung Theater-Regisseurin Pari (Mahshad Bahram) und der eng mit ihr befreundeten Tänzerin Hanna (Hana Mana) durch ihre selbstgeschaffenen Freiräume von den stetig verschärften fundamentalistischen Zwängen. Denen lachen die jungen Frauen auf offener Straße buchstäblich ins Gesicht, beschwingt von der Selbstsicherheit, die ihnen der Austausch mit Gleichgesinnten ihrer Underground Kunst-Clique gibt. Auch wenn die in unprätentiösen Bildern eingefangenen Alltagseinblicke Authentizität vermitteln, tendieren die Charakterisierung zu gängigen Klischees. Pari ist die Ernsthafte, Besorgte, die leidenschaftlichere Hanna hingegen bisweilen egozentrisch. 

Ihre Arbeit an einem Underground-Bühnenstück sowie Social Media Auftritten spiegelt diesen Kontrast ebenso oberflächlich wie Hannas Liaison mit Video-Künstler Ali (Farzad Karen). Bevor die Leichtigkeit in Negation der politischen Realität kippt, drohen Pari harsche Konsequenzen für ihre künstlerische Rebellion, ausgerechnet, als Hanna an einen Neuanfang im Ausland denkt. Die dramatische Steigerung bleibt indes ein abstraktes Konzept, das die physische Bedrohung kaum greifbar macht. Selbst wenn Angst und Ratlosigkeit einmal durchbrechen, werden sie wenige Momente später im Reigen von Freundinnen weggetanzt. 

Fazit

Der zeitpolitische Rahmen gibt Hossein Keshavarz und Maryam Ataeis zweiter gemeinsamer Spielfilm-Arbeit nach "Dog Sweat" 2010 gibt eine kontextuelle Relevanz, die nur bedingt in der flüchtigen Story präsent ist. Der schauspielerische Verve Bahrams und Hanas verleiht den prototypischen Protagonistinnen trotz der formelhaften Charakter-Zeichnung emotionale Empathie. Funktionale Nebenhandlungen wie die einer älteren Verwandten, die für die Hauptfiguren verzweifelt Geld aufzutreiben versucht, liefern tiefere gesellschaftliche Einblicke als der trotzige Frohsinn im Angesicht misogyner Gewalt. Ignoranz im Angesicht letzter hinterlasst ihre Spuren, wie die problematische Message des Titels zeigt. 

Kritik: Lida Bach

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