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Quelle: themoviedb.org

Inhalt

Ein unerklärliches kosmisches Ereignis reißt die Oak Street aus ihrem Vorstadtidyll heraus und befördert die gesamte Nachbarschaft an einen unbekannten Ort. Die Mitglieder der Familie Platt müssen in dieser für sie völlig fremden Umgebung schnell feststellen, dass sie nur dann überleben können, wenn sie eng zusammenstehen.

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Quelle: themoviedb.org

Kritik

Die vermeintliche Vorstadtidylle verwandelt sich in ein apokalyptisches Chaos, sobald auf wundersame Weise Dinosaurier im Garten auftauchen. Doch bevor es soweit ist, wird erst einmal die 80er-Jahre-„Vorzeigefamilie“ vorgestellt, die nur einen Schritt vor dem Zerfall steht. Anne Hathaway spielt dabei eine nörgelnde Ehefrau, die enttäuscht von ihrem Ehemann (Ewan McGregor, Trainspotting) ist, und diese Rolle gelingt ihr überraschend gut. Gerade im Vergleich zu ihrer eher eindimensionalen Darbietung in Der Teufel trägt Prada 2 ist ihr Schauspiel in The End of Oak Street geradezu herausragend. Mit Gefühl und maximalem körperlichen Einsatz spielt sie eine starke Frau, die sich von der eher passiven Rolle einer nervigen Hausfrau und Autorin in die Rolle der starken Beschützerin verwandelt, die ihre Familie um jeden Preis retten will. Doch manchmal muss auch sie gerettet und beschützt werden. Die Rolle ihres Beschützers übernimmt ihr Ehemann Greg, der sich genauso wie sie der unbekannten Gefahr stellen muss.

Diese Gefahr wird schleichend vorgestellt und die Spannung wird bewusst erst langsam aufgebaut. Nach dem Motto „Es kommt was Großes auf uns zu“ wird man zunächst mit dem unbekannten Etwas konfrontiert, das durch die Vorgärten schleicht und die Häuser erschüttern lässt. Nach und nach wird offenbart, dass es sich um Dinosaurier handelt, die alle auf ihre ganz besondere Art zu faszinieren wissen. Mal erinnern sie an Echsen, mal an Krokodile, mal an riesige Schlangen oder Vögel und sie alle haben eins gemeinsam: Sie haben Hunger. Wer Hunger hat, frisst, und in der Oak Street gibt es genug zu fressen. Wie schade, dass The End of Oak Street kein Horrorfilm ist. Die meisten „Dinosaurier-Snack-Aktionen“ werden leider nur angedeutet und auch wenn die Dinos hin und wieder blutige Spuren hinterlassen, bleibt der Film meist in dem eher kinderfreundlichen „Abenteuer-Mystery-Bereich“. Es gibt tatsächlich nur eine einzige Szene, die aus einem Horrorfilm stammen könnte, aber sie ist relativ schnell vorbei und lässt den Zuschauer mit dem leisen Schrei nach mehr zurück. Doch mehr kommt leider nicht. Trotzdem ist diese Szene überraschend, weil der Grad an Gewaltdarstellung im Vergleich zu dem Rest des Films vorübergehend steigt.

The End of Oak Street setzt jedoch insgesamt eher auf Humor, auf schöne Optik und auf Survivalmodus. Allein die Dinos werden jede Menge Zuschauer in die Kinos locken, weil es faszinierend ist, sich vorzustellen, wie sie wohl damals ausgesehen haben. Wer sich trotz des Trailers noch unsicher ist, in welchem Bereich er den Film für sich verorten soll, dem sei gesagt, dass The End of Oak Street an eine Mischung aus der Serie La Brea und dem Science-Fiction-Film Super 8 erinnert, wobei in der Oak Street die Situation trotz allem mehr mit Humor genommen wird und das bis zum bitteren Ende. Doch vielleicht, aber nur vielleicht, ist das Ende ja gar nicht so bitter. Es ist unmöglich, kein Wort über das Ende des Films zu verlieren, weil es viel zu abrupt kommt. Nach knackigen 100 Minuten des Films, die eigentlich wie im Flug vergehen, wird einem plötzlich klar, dass das Ende die Zuschauer mit ein paar offenen Fragen zurücklässt. Die Art, wie man das Ende sieht, hängt stark von persönlichen Vorlieben ab. Mag man es eher, dass jede Kleinigkeit aufgeklärt wird, dann wird man eher enttäuscht. Wenn man es jedoch liebt, Filme zu interpretieren und über verschiedene mögliche Realitäten nachzudenken, dann wird man das Ende als ein Geschenk betrachten.

Fazit

Ein humorvolles, überwiegend familienfreundliches Dinosaurier-Abenteuer, das mit coolen Dinosauriern, Survival-Action und gut aufgelegten Darstellern überzeugt. Spannend, unterhaltsam und sogar ein wenig gruselig. Der einzige Wermutstropfen ist das abrupte Ende, das bei Weitem nicht alles erklärt, was es erklären könnte, dafür aber zur Grundstimmung des Films passt. 

Kritik: Yuliya Mieland

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