Von OnealRedux am Montag, 09 Februar 2026, 18:46 Uhr
Bildnachweis: © 20th Century Studios | Motiv von "Send Help"
Während die großen Studios am Super-Bowl-Wochenende traditionell auf neue Blockbuster verzichten, nutzten mehrere Independent-Produktionen die ruhige Phase für überraschend starke Starts. Angeführt wurde das US-Kinochart von Holdover Send Help, doch gleich drei Indie-Neustarts schafften es direkt in die Top fünf: Solo Mio, Stray Kids: The DominATE Experience und Dracula.
Insgesamt spielte das Wochenende laut Comscore rund 61,7 Millionen Dollar ein. Seit Jahresbeginn summiert sich das US-Einspielergebnis auf 748,8 Millionen Dollar – rund zehn Prozent mehr als zum gleichen Zeitpunkt im Vorjahr.
Box Office: "Send Help" verteidigt Platz eins
Der Horrorfilm Send Help von Disney und 20th Century Studios blieb mit geschätzten 10 Millionen Dollar aus 3.475 Kinos auf Rang eins. Nach einem Rückgang von 48 Prozent am zweiten Wochenende steht der Film nun bei 35,8 Millionen Dollar in Nordamerika und 53,7 Millionen weltweit – bei einem Budget von rund 40 Millionen.
Ebenfalls weiter im Rennen: Iron Lung vom YouTuber Mark Fischbach alias Markiplier, das weitere 6 Millionen Dollar einspielte und insgesamt auf 31 Millionen kommt.
Indie-Erfolge sorgen für Aufsehen an den Kinokassen
Für die eigentlichen Schlagzeilen sorgten jedoch die Neulinge. Die romantische Komödie Solo Mio mit Kevin James startete über Angel Studios mit starken 7,2 Millionen Dollar aus 3.052 Standorten auf Platz zwei. Die Geschichte um einen sitzengelassenen Bräutigam, der auf seiner Solo-Hochzeitsreise eine neue Liebe findet, kostete nur rund 4 Millionen Dollar – und dürfte damit schnell profitabel werden.
Das Konzert-Event Stray Kids: The DominATE Experience legte über Bleecker Street 5,6 Millionen Dollar aus 1.724 Kinos nach und erzielte damit das zweithöchste Startwochenende eines K-Pop-Konzertfilms aller Zeiten.
Einen Achtungserfolg verbuchte auch Luc Bessons Dracula, der mit 4,5 Millionen Dollar aus 2.050 Kinos zum größten Start in der Geschichte von Vertical wurde. In der Neuinterpretation des Vampirklassikers spielen Caleb Landry Jones, Zoë Bleu und Christoph Waltz.
Starke Specialty-Titel und A24-Rekord
Im Arthouse-Bereich sorgte Pillion für Aufsehen: Das Drama startete über A24 in nur vier Kinos und erzielte einen beeindruckenden Schnitt von über 60.000 Dollar pro Standort.
Zudem knackte Marty Supreme mit Timothée Chalamet die nächste Marke: 93,2 Millionen Dollar in Nordamerika und 147 Millionen weltweit machen den Film zum bislang erfolgreichsten Titel in der Geschichte von A24 und überholen damit sogar Everything Everywhere All At Once.
Unter den Dauerbrennern behauptete sich Zoomania 2 mit inzwischen 414,5 Millionen Dollar weiter solide, dicht gefolgt von Avatar: Fire And Ash mit 391,5 Millionen. Auch The Housemaid von Paul Feig bleibt mit weltweit 354,7 Millionen Dollar ein Erfolg für Lionsgate.
Nächste Woche sind die großen Filme zurück
In der kommenden Woche dürfte das US-Box-Office wieder deutlich anziehen, denn gleich mehrere Neustarts gehen am Freitag ins Rennen: Der prominent besetzte Heist-Thriller Crime 101 mit Chris Hemsworth und Halle Berry zielt auf das Actionpublikum, während Good Luck, Have Fun, Don’t Die von Gore Verbinski Sci-Fi und Komödie kombiniert. Familienfreundlicher wird es mit der Animations-Sportkomödie GOAT, während Wuthering Heights mit Margot Robbie vor allem das romantische Drama-Publikum ansprechen dürfte. Ergänzt wird das Line-up durch Genrestoffe wie die Horror-Adaption The Mortuary Assistant sowie die Sci-Fi-Horror-Komödie Cold Storage – ein vielseitiger Startblock, der nach dem ruhigen Super-Bowl-Wochenende für neue Impulse sorgen dürfte.