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"Das ist nicht meine Version": Regisseur äußert sich kritisch zur Kinofassung seines Sci-Fi-Films "Ad Astra" mit Brad Pitt

Stu

Von Stu

Quelle: Brut
Bildnachweis: © 20th Century Studios | Werbemotiv zu "Ad Astra - Zu den Sternen"

Regisseur hat sich  ausführlich zur Entstehung seines Science-Fiction-Films Ad Astra - Zu den Sternen geäußert und dabei deutlich gemacht, dass die veröffentlichte Kinofassung nicht seiner ursprünglichen Vision entspricht. Im Gespräch erklärt er mit Blick auf sein aktuelles Projekt Paper Tiger

„Ich habe dort die volle Kontrolle über alles, bei ‚Ad Astra‘ hatte ich sie nicht. Das ist nicht meine Version des Films. Man gerät in Diskussionen und Debatten, es gibt ein Studio, und dann wurde das Studio [20th Century Fox] an Disney verkauft. Man wird in solche Dinge hineingezogen. Der Film hatte ein Budget von 80 Millionen Dollar, ‚Paper Tiger‘ lag bei 15 Millionen Dollar. Ich arbeite lieber in dieser Größenordnung, weil es nicht produktiv ist, wenn andere dein Werk ständig verändern und man am Ende dennoch die Verantwortung trägt.“

Der Director's Cut von "Ad Astra" wäre kürzer gewesen

Im Zentrum der Kontroversen stehen laut Gray Eingriffe in der Postproduktion, die seine ursprüngliche Fassung stark verändert haben sollen. Besonders kritisch sieht er nachträgliche Ergänzungen wie eine spät eingefügte Voiceover-Erzählung sowie zusätzliche Actionsequenzen. Auch Rückblenden mit Liv Tyler als Figur aus der Vergangenheit von Brad Pitts Charakter seien laut Berichten erst nachträglich integriert worden, teils auf Wunsch des Studios und der beteiligten Produzenten. In einem weiteren Statement blickt Gray auch auf eine mögliche alternative Version des Films: 

„Es wäre ein völlig anderer Film gewesen […] er wäre etwa zwölf Minuten kürzer. Ich bin der einzige Regisseur, der einen kürzeren Director’s Cut machen würde. Ich hoffe, dass ich das eines Tages noch tun kann. Es liegt natürlich nicht an mir, aber es wäre für mich sehr spannend.“ 

Die Hintergründe der Produktionsphase waren bereits zuvor Gegenstand von Berichten, die von 20th Century jedoch dementiert wurden. Laut früheren Darstellungen soll das Studio spät im Prozess in die kreative Struktur eingegriffen haben, was zu einer sichtbaren Vermischung unterschiedlicher erzählerischer Ansätze geführt habe. Auch wenn Gray die Situation nun differenziert beschreibt, bleibt seine Distanz zum finalen Schnitt deutlich erkennbar.

Möchtest du mehr wissen? Watch the Skies Episode - der Moviebreak Sci-Fi-Podcast: "Ad Astra":
Watch the Skies Episode - der Moviebreak Sci-Fi-Podcast: "Ad Astra" moviebreak.de

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