Von OnealRedux am Freitag, 07 August 2026, 15:35 Uhr
Bildnachweis: © Netflix | Szene aus "Squid Game"
Ausgerechnet David Fincher sollte einem der größten Netflix-Phänomene eine neue Richtung geben. Seit Jahren wurde über eine amerikanische Squid Game-Serie des Sieben- und Fight Club-Regisseurs berichtet, die das Universum der koreanischen Erfolgsserie erweitern sollte. Nun sieht es allerdings danach aus, als würde diese ungewöhnliche Kombination nie zustande kommen.
Wie The Playlist unter Berufung auf Quellen aus Finchers Umfeld berichtet, wurde das geplante Projekt vorerst auf Eis gelegt. Eine offizielle Bestätigung von Netflix gibt es bislang nicht. Sollte sich die Meldung bewahrheiten, wäre damit eines der prominentesten geplanten Spin-offs des Streamingdienstes Geschichte, noch bevor überhaupt die Kameras laufen konnten.
David Finchers "Squid Game" kommt offenbar nicht mehr
Dass Netflix grundsätzlich großes Interesse daran hat, Squid Game über die inzwischen abgeschlossene Hauptserie hinaus am Leben zu halten, überrascht kaum. Die erste Staffel entwickelte sich mit 265,2 Millionen Views innerhalb ihrer ersten drei Monate zu einem beispiellosen Erfolg und steht bis heute an der Spitze der erfolgreichsten Netflix-Serienstaffeln. Auch Staffel 2 und 3 schafften es weit nach oben in den All-Time-Charts des Streamingdienstes.
Finchers Projekt sollte dabei offenbar mehr werden als lediglich eine amerikanische Neuauflage derselben Geschichte. Geplant war vielmehr eine eigenständige Serie innerhalb der bestehenden Squid Game-Welt, die das tödliche Spiel an einen neuen Schauplatz verlagert hätte.
Bereits 2024 hatten US-Branchenmedien über das Vorhaben berichtet. Zwischenzeitlich stand sogar ein möglicher Produktionsstart im Februar 2026 im Raum. Dazu kam es allerdings nicht.
Nun soll Netflix seine Pläne für die weitere Zukunft des Franchise noch einmal grundsätzlich überdenken.
Das "Squid Game"-Universum könnte trotzdem wachsen
Das vermeintliche Ende des Fincher-Projekts bedeutet offenbar nicht automatisch das Ende weiterer Squid Game-Ableger. Laut dem Bericht beschäftigt sich Netflix weiterhin mit Möglichkeiten, die Marke durch neue fiktionale Produktionen auszubauen.
Dabei könnten statt einer großen US-Serie beispielsweise unterschiedliche regionale Geschichten entstehen. Auch Spin-offs über bereits etablierte Figuren wie den Frontmann wurden in der Vergangenheit immer wieder diskutiert. Konkrete neue Serien sollen aktuell allerdings noch nicht beschlossen sein.
Dass die Welt der Spiele weit über die Ereignisse der koreanischen Hauptserie hinausreicht, machte bereits das Finale von Staffel 3 deutlich. Dort tauchte in den USA überraschend Cate Blanchett als Rekrutiererin auf, die offenbar neue Teilnehmer für eine amerikanische Variante des tödlichen Wettbewerbs sucht.
Die Szene wurde schnell als Vorbereitung auf Finchers Projekt interpretiert. Squid Game-Schöpfer Hwang Dong-hyuk erklärte später jedoch, dass dies nicht als direkter Teaser für die US-Serie gedacht gewesen sei. Vielmehr sollte der Moment verdeutlichen, wie weit das Netzwerk hinter den Spielen tatsächlich reicht.
Blanchett selbst hatte sich anschließend durchaus offen dafür gezeigt, ihre Rolle noch einmal zu übernehmen. Zumindest innerhalb von Finchers geplantem Ableger scheint es dazu nun aber nicht mehr zu kommen.
Fincher bleibt Netflix trotzdem erhalten
Untätig ist David Fincher bei Netflix derweil keineswegs. Zuletzt konzentrierte sich der Regisseur auf The Adventures of Cliff Booth, die Fortführung von Quentin Tarantinos Once Upon a Time... in Hollywood.
Das Projekt um Brad Pitts Cliff Booth dürfte auch ein Grund dafür gewesen sein, warum der ursprünglich kolportierte Produktionsbeginn der Squid Game-Serie Anfang 2026 nicht zustande kam.
Ob Netflix und Fincher das Projekt irgendwann doch noch aus der Schublade holen, bleibt abzuwarten. Aktuell sieht es jedoch danach aus, als würde aus der Kombination aus einem der erfolgreichsten Serien-Franchises des Streamers und einem der renommiertesten Thriller-Regisseure Hollywoods vorerst nichts.