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"Lethal Weapon 5" soll zurück zu den Wurzeln: Mel Gibson verrät erstmals konkrete Details zur Handlung

OnealRedux

Von OnealRedux

Quelle: Collider
Bildnachweis: © Warner | Motiv von "Lethal Weapon"

Seit Jahren geistert Lethal Weapon 5 durch Hollywoods Entwicklungshölle, doch Mel Gibson hat das Projekt offenbar noch längst nicht abgeschrieben. Auf der Fan Expo Boston sprach der Schauspieler und Regisseur nun ungewöhnlich offen über den aktuellen Stand, die Geschichte des Films und darüber, wie Martin Riggs und Roger Murtaugh Jahrzehnte nach ihrem letzten gemeinsamen Kinoeinsatz zurückkehren könnten.

Besonders spannend: Der fünfte Teil soll sich bewusst von der immer größer gewordenen Blockbuster-Mechanik moderner Actionfilme absetzen. Statt gigantischer Effektsequenzen und Materialschlachten setzt das Drehbuch laut Gibson stärker auf Figuren, Tempo und eine vergleichsweise reduzierte Inszenierung.

Riggs und Murtaugh sind längst nicht mehr dieselben

In Lethal Weapon 5 wären die beiden Hauptfiguren deutlich gealtert und auch beruflich an völlig anderen Punkten ihres Lebens angekommen. Einer der beiden ist bereits im Ruhestand, der andere wurde auf einen Schreibtischposten versetzt und hat körperlich etwas nachgelassen.

Trotzdem soll der Film weiterhin die Energie eines großen Actionfilms besitzen. Gibson beschreibt das Konzept als bewusst "low-tech": Weniger Explosionen, weniger technische Spielereien, dafür mehr unmittelbare Bewegung und mehr Fokus auf die Figuren selbst. Als Vergleich zog er sogar seinen eigenen Film Apocalypto heran, bei dem eine vergleichsweise simple Verfolgungsjagd durch ihre Inszenierung die Dynamik einer großen Actionsequenz entwickelt.

Die Handlung soll dabei weitgehend eigenständig funktionieren und nur in begrenztem Umfang direkt an die früheren Filme anknüpfen. Damit könnte Lethal Weapon 5 weniger als reines Nostalgie-Sequel funktionieren, sondern eher als späte Charakterstudie zweier Actionhelden, die sich in einer völlig anderen Lebensphase wiederfinden.

Das Drehbuch entstand nach Richard Donners Tod

Der verstorbene Richard Donner hatte selbst noch an einem fünften Lethal Weapon gearbeitet. Nach seinem Tod im Jahr 2021 führte Gibson die Arbeit gemeinsam mit Drehbuchautor Richard Wenk fort. Beide hätten das Skript unter der Leitfrage fertiggestellt, wie Donner den Film selbst umgesetzt hätte.

Gibson geht dabei sogar noch weiter: Seiner Einschätzung nach sei das fertige Drehbuch besser als die Vorlagen der vier bisherigen Filme.

Für ihn liegt die Stärke der Reihe ohnehin seit jeher weniger in der Action als in den Figuren. Bereits der erste Lethal Weapon habe sich von vielen Actionfilmen der 1980er dadurch unterschieden, dass Riggs und Murtaugh nicht als unerschütterliche Helden inszeniert wurden. Riggs war psychisch instabil, Murtaugh hatte Ängste und Zweifel – genau diese menschliche Seite habe den Filmen zusätzliche Tiefe verliehen.

Mel Gibson würde selbst Regie führen

Sollte Lethal Weapon 5 tatsächlich produziert werden, steht für Gibson fest, wer auf dem Regiestuhl sitzen soll: Er selbst.

Das sei schon zu Donners Lebzeiten der Plan gewesen. Gibson erinnert sich daran, dass Donner ihn persönlich darum gebeten habe, die Reihe zu übernehmen, falls er den fünften Film nicht mehr selbst realisieren könne. Nach Donners Tod hätten ihm auch andere Beteiligte bestätigt, dass der Regisseur diesen Wunsch mehrfach geäußert hatte.

Damit würde Gibson erstmals selbst einen Lethal Weapon-Film inszenieren. In allen vier bisherigen Teilen hatte Richard Donner Regie geführt.

Noch immer in der Entwicklungshölle

So konkret Gibsons Vorstellungen inzwischen sind, eine Produktion ist weiterhin nicht bestätigt. Nach seiner Darstellung waren Drehbuch und Pläne zeitweise bereits weit genug fortgeschritten, um eine Produktion vorzubereiten. Der Film sei dann jedoch durch Veränderungen und Schwierigkeiten auf Studioebene ausgebremst worden.

Gibson hofft nun darauf, dass neue Machtverhältnisse in Hollywood dem Projekt eine weitere Chance geben könnten. Einen festen Produktionsstart oder Veröffentlichungstermin gibt es bislang allerdings nicht.

Auch Danny Glover scheint weiterhin Teil der Überlegungen zu sein. Gibson erwähnte seinen langjährigen Co-Star bei der Veranstaltung ausdrücklich und äußerte erneut den Wunsch, das Projekt gemeinsam mit ihm endlich umzusetzen.

Damit bleibt Lethal Weapon 5 vorerst eines jener Legacy-Sequels, über die schon länger gesprochen wird, ohne dass tatsächlich die Kameras laufen. Erstmals zeichnet sich nun jedoch deutlich ab, welche Richtung der Film einschlagen soll: Weniger bombastisches Spektakel, dafür ein gealtertes Riggs-Murtaugh-Duo und eine Rückkehr zu genau jener Figurenchemie, die Lethal Weapon einst von vielen anderen Actionreihen unterschied.

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