Für Spider-Noir ist nach nur einer Staffel Schluss. Prime Video hat entschieden, die ungewöhnliche Spider-Man-Serie nicht fortzusetzen. Nicolas Cage, der in seiner ersten großen TV-Rolle den titelgebenden Superhelden verkörperte, scheint mit dem Ende allerdings gut leben zu können. „Für mich ist eine Staffel perfekt, nachdem ich gesagt habe, was ich mit diesem gefährlichen, innovativen Pop-Art-Spider-Man sagen wollte“, erklärte Cage gegenüber Deadline.
Dass die Serie überhaupt eine zweite Staffel bekommen könnte, hatte Cage bereits vor ihrem Start angezweifelt. Gleichzeitig sah er die erste Season als eigenständiges Werk. Ganz ohne lose Enden blieb die Handlung zwar nicht, eine Fortsetzung war für das Verständnis der Geschichte aber offenbar nicht zwingend erforderlich.
Trotz guter Kritiken keine Zukunft bei Prime Video
Die Absetzung dürfte weniger mit schlechten Reaktionen als mit wirtschaftlichen Faktoren zusammenhängen. Spider-Noir erreichte bei Rotten Tomatoes 92 Prozent bei den Kritikern und 90 Prozent beim Publikum. Mit elf Emmy-Nominierungen war die Serie 2026 zudem das am häufigsten nominierte Prime-Video-Format.
Offenbar reichten die Zuschauerzahlen angesichts der hohen Produktionskosten trotzdem nicht aus. Aufmerksamkeit erzeugte die Serie auch durch ihre ungewöhnliche Veröffentlichung in einer Farb- und einer Schwarz-Weiß-Version. Für Cage war die Rolle eine Gelegenheit, klassische Hollywoodfilme mit Spider-Man zu verbinden:
„Ich wollte zu diesen alten Filmen aus den 30er- und 40er-Jahren zurückkehren, mir einige Filme von Howard Hawks ansehen und das Tempo der Dialoge dieser Schauspieler übernehmen“.
Ganz verabschiedet sich Cage damit nicht von Prime Video. In Madden spielt er als Nächstes die Football-Legende John Madden. Der Film startet am 18. November 2026. Auch Streamingproduktionen möchte Cage weiterhin drehen: „Ich wusste, dass Streaming letztlich dafür sorgen würde, dass Schauspieler weiterarbeiten können und die Arbeit für die Zuschauer verfügbar bleibt.“
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