Von OnealRedux am Montag, 12 Oktober 2026, 18:27 Uhr
Bildnachweis: © Sonia Friedman Productions | "The Popinjay Cavalier" Cover
Seit Once Upon a Time... in Hollywood sind mittlerweile sieben Jahre vergangen, doch Quentin Tarantinos angekündigter zehnter und letzter Kinofilm lässt weiter auf sich warten. Stattdessen wagt sich der Kult-Regisseur an ein völlig neues Projekt: Mit The Popinjay Cavalier inszeniert er erstmals ein eigenes Theaterstück. Jetzt wurden das erste Poster und der Premierentermin veröffentlicht. Besonders spannend: Aus dem Bühnenabenteuer könnte später tatsächlich Tarantinos filmischer Abschied werden.
"The Popinjay Cavalier" bringt Tarantino ins Londoner West End
Am 18. März 2027 feiert The Popinjay Cavalier im Londoner Phoenix Theatre Premiere. Bereits ab dem 23. Februar finden erste Preview-Aufführungen statt, die reguläre Spielzeit ist bis zum 13. Juni angesetzt. Die Hauptrolle übernimmt Sacha Baron Cohen, der vor allem durch Borat bekannt wurde.
Quentin Tarantino hat das Stück selbst geschrieben und übernimmt auch die Regie. Inhaltlich schlägt er dabei eine für ihn ungewöhnliche Richtung ein: The Popinjay Cavalier ist eine Mantel-und-Degen-Komödie, die im Europa der 1830er-Jahre spielt. Verkleidungen, Täuschungsmanöver, turbulente Verwicklungen und aufwendig inszenierte Fechtkämpfe sollen an klassische Abenteuerfilme erinnern.
Dass sich Tarantino ausgerechnet diesem Genre widmet, passt allerdings durchaus zu seiner bekannten Begeisterung für die Filmgeschichte. Nach Western, Gangsterfilmen und Martial-Arts-Kino könnte er damit eine weitere seiner filmischen Leidenschaften aufgreifen.
Entscheidet der Theatererfolg über Tarantinos zehnten Kinofilm?
Ursprünglich sollte The Movie Critic Tarantinos zehnter Film werden, doch das Projekt wurde während der Vorbereitung verworfen. Seitdem ist offen, womit der Regisseur seine angekündigte Filmkarriere abschließen möchte.
Eine mögliche Antwort könnte nun The Popinjay Cavalier liefern. Tarantino hatte beim Sundance Film Festival bereits erklärt, dass er sich eine Verfilmung seines Theaterstücks vorstellen könne. Entscheidend sei allerdings, wie die Bühnenfassung beim Publikum ankommt. Sollte sie scheitern, würde er die Geschichte voraussichtlich nicht für das Kino adaptieren.
Interessant ist in diesem Zusammenhang auch die Beteiligung von Sony Pictures Entertainment. Das Studio produziert das Theaterstück gemeinsam mit Sonia Friedman Productions und arbeitete bereits bei Once Upon a Time... in Hollywood mit Tarantino zusammen. Eine spätere Filmadaption ist dadurch keineswegs bestätigt, erscheint aber zumindest denkbar.
Vorerst bleibt The Popinjay Cavalier ein Theaterprojekt. Ob daraus tatsächlich Tarantinos letzter Kinofilm entsteht, dürfte frühestens nach dem Londoner Bühnenstart klarer werden.
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