Von OnealRedux am Mittwoch, 04 November 2026, 16:00 Uhr
Bildnachweis: © Knopf Doubleday Publishing Group | Motiv von "Jay Kelly"
Steven Spielberg wollte daraus einst einen gewaltigen Science-Fiction-Blockbuster machen, später versuchte sich Michael Bay an dem Projekt. Doch die geplante Verfilmung von Robopocalypse kam trotz prominenter Beteiligter nie zustande. Jetzt erhält der Stoff eine neue Chance: Ron Howard (Apollo 13, Solo: A Star Wars Story) soll die Pilotfolge einer Serienadaption inszenieren. Akiva Goldsman, der unter anderem die Drehbücher zu A Beautiful Mind und I Am Legend schrieb, übernimmt die kreative Leitung. Auch Spielbergs Produktionsfirma Amblin Entertainment ist an der neuen Umsetzung beteiligt.
"Robopocalypse": Wenn künstliche Intelligenz die Menschheit vernichten will
Die Geschichte basiert auf dem gleichnamigen Science-Fiction-Roman von Daniel H. Wilson aus dem Jahr 2011. Darin entwickelt sich die fortschreitende Automatisierung der menschlichen Gesellschaft zu einer existenziellen Bedrohung. Eine mächtige künstliche Intelligenz namens Archos übernimmt die Kontrolle über vernetzte Maschinen und löst einen weltweiten Angriff auf die Menschheit aus.
Der entscheidende Moment wird als Zero Hour bezeichnet. Innerhalb kürzester Zeit wenden sich Roboter und andere technische Systeme gegen ihre Besitzer. Die menschliche Zivilisation steht vor dem Zusammenbruch, während die wenigen Überlebenden versuchen, sich in einer von feindlichen Maschinen beherrschten Welt neu zu organisieren.
Der Roman erzählt diesen Konflikt aus unterschiedlichen Perspektiven und verbindet spektakuläre Science-Fiction-Action mit Fragen über die Abhängigkeit der Menschheit von ihrer eigenen Technologie. Im Mittelpunkt steht nicht nur der Kampf gegen eine übermächtige künstliche Intelligenz, sondern auch die Frage, wie Menschen angesichts einer scheinbar aussichtslosen Bedrohung zusammenfinden können.
Ron Howard übernimmt nach Steven Spielberg und Michael Bay
Die Verfilmung beschäftigt Hollywood bereits seit mehr als einem Jahrzehnt. Steven Spielberg sicherte sich die Rechte am Roman noch vor dessen Veröffentlichung und plante eine aufwendige Kinoproduktion. Drew Goddard, bekannt für The Cabin in the Woods und Der Marsianer, arbeitete am Drehbuch. Zeitweise waren Chris Hemsworth und Anne Hathaway für Hauptrollen vorgesehen.
Das Projekt wurde jedoch mehrfach verschoben und schließlich auf Eis gelegt. Auch Michael Bay, der 2018 als neuer Regisseur ins Gespräch kam, konnte die Filmfassung nicht realisieren. Nun entwickeln Imagine Entertainment und Weed Road eine Serienadaption. Ron Howard soll die erste Episode inszenieren, während Akiva Goldsman das Pilotdrehbuch schreibt und als Showrunner fungiert. Spielbergs Amblin Entertainment ist als ausführender Produzent beteiligt.
Einen Sender oder Streamingdienst hat Robopocalypse bislang noch nicht gefunden. Auch eine Besetzung oder ein Produktionsbeginn wurden nicht bekannt gegeben. Der Wechsel vom Kino ins Serienformat könnte der umfangreichen Romanhandlung allerdings mehr Raum geben, insbesondere für die unterschiedlichen Schauplätze und Überlebensgeschichten. Ob die neue Adaption tatsächlich verwirklicht wird, bleibt abzuwarten. Nach den gescheiterten Versuchen von Spielberg und Bay ist die Beteiligung von Howard und Goldsman jedoch ein neuer Anlauf für eines der langlebigsten Science-Fiction-Projekte Hollywoods.
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