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Monroe

Kritik von Monroe

Filmkritik: The Black Phone 2

Mit The Black Phone 2 setzt Regisseur Scott Derrickson die düstere Geschichte um das unheimliche Telefon fort und knüpft dabei erneut an die Elemente an, die schon den ersten Film so wirkungsvoll gemacht haben: Mystery, psychologischen Horror und eine Atmosphäre, die sich langsam, aber nachhaltig entfaltet.

Eine der zentralen Stärken des Films liegt wieder in seiner mystischen Grundidee. Das Konzept eines Telefons, über das Opfer aus der Vergangenheit Kontakt aufnehmen können, besitzt eine stark übernatürliche und geheimnisvolle Qualität. Diese Verbindung zwischen Realität und unerklärlichem Phänomen erzeugt eine besondere Form von Horror, die nicht auf spektakuläre Effekte angewiesen ist. Stattdessen lebt der Film von der Ungewissheit: Wie ist es möglich, dass Stimmen aus der Vergangenheit helfen? Woher kommt diese Verbindung zwischen den Opfern? Genau diese offenen Fragen verleihen der Geschichte eine geheimnisvolle Tiefe.

Auch der Antagonist bleibt eine der faszinierendsten Figuren des Films. Der sogenannte Grabber, erneut dargestellt von Ethan Hawke, funktioniert als Horrorfigur gerade deshalb so gut, weil seine Persönlichkeit nicht vollständig erklärt wird. Seine wechselnden Masken, sein unberechenbares Verhalten und seine bedrohliche Präsenz erzeugen eine Atmosphäre der Unsicherheit. Der Film verzichtet bewusst darauf, ihn komplett psychologisch zu analysieren. Dadurch bleibt er weniger ein erklärter Serienmörder als vielmehr eine dunkle, fast symbolische Bedrohung.

Ein weiterer wichtiger Faktor für die Wirkung des Films ist die Art, wie Spannung aufgebaut wird. The Black Phone 2 setzt erneut stark auf situationsbedingten Horror statt auf Effekthorror. Die Angst entsteht aus Isolation, Gefangenschaft und der ständigen Unsicherheit darüber, ob Hilfe rechtzeitig eintreffen kann. Diese Form des psychologischen Drucks wirkt besonders intensiv, weil sie sich langsam steigert und den Zuschauer immer tiefer in die ausweglose Situation der Figuren hineinzieht.

Besonders interessant ist erneut die Verbindung zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Die früheren Opfer, die über das Telefon Kontakt aufnehmen, werden zu einer Art unsichtbarem Netzwerk. Ihre Stimmen wirken wie Erinnerungen, die sich gegen das Böse stellen und versuchen, zukünftige Opfer zu retten. Diese Idee verleiht dem Film eine fast mythische Dimension: Es scheint, als würden die Geister der Vergangenheit gemeinsam gegen das fortbestehende Grauen kämpfen.

Auch die Inszenierung bleibt bewusst ruhig und atmosphärisch. Statt auf permanente Schockmomente zu setzen, baut der Film seine Spannung langsam auf. Die düstere Stimmung, die klaustrophobischen Schauplätze und der stetige Anstieg der Bedrohung sorgen dafür, dass sich der Horror schleichend entfaltet. Gerade diese zurückhaltende, atmosphärische Erzählweise sorgt dafür, dass viele Szenen lange im Gedächtnis bleiben.

✅ Fazit

The Black Phone 2 überzeugt vor allem durch die Mischung aus Mystery, psychologischem Horror und einer starken Antagonistenfigur. Die Geschichte bleibt bewusst teilweise unerklärt und bewahrt dadurch ihre geheimnisvolle Aura. Durch die ruhige Inszenierung, die düstere Atmosphäre und die mythische Verbindung zwischen Vergangenheit und Gegenwart entsteht ein Horrorfilm, der nicht nur durch Spannung funktioniert, sondern auch einen nachhaltigen mystischen Nachhall hinterlässt.


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