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Souli

Kritik von Souli

Gesehen: April, 2016

Schulmeisterliche Morallektion, die anhand einer aus dem Ruder gelaufenen Projektwoche veranschaulichen möchte, dass in elitären Autoritätsformen auch heute noch das Potenzial schlummert, sie in einer Gemeinschaft zu faschistoiden Strukturen heranreifen zu lassen. Angeführt von einem dynamischen Lehrer, der durch sein natürliches Charisma suggestiv auf Menschen einwirken kann, wird erst eine Klasse, dann ein Jahrgang, dann die ganze Schule von der blütenweißen Welle mitgerissen. Signalrote Ausnahmen bestätigen die Regel. Dennis Gansel beweist sich nicht nur als Filmemacher, der wenig Ahnung von Jugendkulturen hat (die bestehen bei ihm allesamt nur aus funktionalen Stereotype ohne Eigenleben), sondern begegnet auch den Mechanismen des Faschismus reichlich kurzsichtig, wenn er dessen Auswüchse als prekäres und dezidiert teutonisches Experiment darstellt, welches seine verführerische Kraft sofort verpuffen lässt, wenn ein Zahnrädchen im Uhrwerk nicht mehr den etablierten Dienst nach Vorschrift leistet. Hölzerne Dialoge, flache Charakterkonzepte, inhaltlich unterentwickelt und haarsträubend plakativ. Am Thema vorbei.

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