Zeitungspapier auf dem Gesicht eines erschossenen Auftragskillers, das von Dutzenden Toten während der Karnevalsfeiern berichtet. Ein Filmpalast, der Jahrzehnte später zur Blutbank wird. Ein Eröffnungstext, der systemischen Terror als „Schabernack“ bezeichnet. Kleber Mendonça Filhos verschachtelter Agentenkrimi findet seinen genuinen Ton in hintersinnigen Verweisen auf das Netzwerk aus Korruption und Gewalt, das unter der ausgelassenen Atmosphäre lauert. Die überkonstruierte Struktur ächzt indes unter dramaturgischem Ballast, den der überzeugende Cast und energetische Soundtrack kaum tragen können.
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