Einige elegische Aufnahmen der eindrucksvollen Naturkulisse sollen der gravitätischen Pieta den Anstrich von Poesie geben. Doch unter der künstlerischen Patina steckt ein altväterlicher Leidensethos, der die kindliche Titelfigur für anderer Untaten büßen lässt und ihre Verzweiflung in ästhetisiert. Der christliche Schwulst gipfelt in einer Allegorie von Kindesmissbrauch und daraus resultierender Schwangerschaft als unbefleckter Empfängnis. Und das alles läuft auf der Berlinale unter dem Label Kinderfilm.
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