Die distanzierte Gleichgültigkeit der ausdrucksarmen Inszenierung lässt Anteilnahme a den belanglosen Ereignissen genausowenig aufkommen wie Figuren-Dynamik und Humor. Kalkulierte Sentimentalität und lebensferne Reaktionen geben den Ereignissen die verlogene Melodramatik einer Soap Opera. Der Zwang nach apathischer Assimilation an die makellose Mittelschicht-Fassade manifestiert sich nicht nur formal, sondern innerhalb der Handlung. Wer wie die verhaltensauffällige Tochter des Hauptcharakters nicht in diesen glattpolierten Konservativen-Kosmos passt, hat wortwörtlich keinen Platz darin. Das bezeichnend zynische Fazit einer um sich selbst kreisenden Seifenoper.