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Mike Banning ist seit Jahren einer der loyalste Mitarbeiter des Secret Service und enger Vertrauter des US-Präsidenten. Bereits mehrmals hat er dem aktuellen Amtsinhaber und dessen Vorgänger das Leben gerettet, weswegen er nun auch für eine lukrative Beförderung in Frage kommt. Doch als bei einem Anschlag sein gesamtes Team ermordet wird und Präsident Trumbull ins Koma fällt, findet sich Mike plötzlich als Hauptverdächtiger wieder und muss seine Unschuld unter Beweis stellen. 

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Kritik

Late Steven Seagal would be proud as hell

Schon Antoine Fuquas Olympus Has Fallen entpuppte sich Anno 2013 lediglich als knapp überdurchschnittliche Aneinanderreihung von hinlänglich bekannten Actionszenen und martialischen Durchhalteparolen. Trotzdem wusste der Streifen vor allem durch seine flotte Inszenierung und einige harte Kämpfe zu unterhalten. Dem kommerziell überaus erfolgreichen Erstling folgte Anno 2016 eine Fortsetzung mit dem Titel London Has Fallen, die das bekannte Schema an eine neue Location verlegte, ansonsten aber nicht weiter als nötig von bereits ausgetretenen (Action-)Pfaden abwich. Auch dieser Streifen – diesmal unter der Regie von Babak Najafi – war ungemein erfolgreich und durchaus unterhaltsam, weswegen einem dritten Aufguss verständlicher Weise nichts im Wege stand.

Ric Roman Waughs Angel Has Fallen kann mit einem weltweiten Einspielergebnis von knapp über 140 Millionen Dollar (bei einem Budget von gerade einmal 40 Millionen) ebenfalls als finanzieller Erfolg gewertet werden. Inszenatorisch und umsetzungstechnisch stellt der Streifen jedoch den bisher schwächsten Vertreter der Fallen-Reihe dar. Die Actionszenen wirken wie vom Genre-Reißbrett. Völlig ohne eigene Ideen oder Gefühl für Dramaturgie werden Standardeinstellungen aneinandergereiht und trocken heruntergespult. Untermauert werden diese von unglaublich billigen digitalen Effekten, die wohl eher zu einem DTV-Streifen der frühen 00er Jahre als zu einem budgettechnisch gut ausgestatteten, aktuellen Hollywoodfilm passen würden. Das Kamerateam rund um Jules O'Loughlin versucht durch möglichst ruckhafte Bewegungen ebenso vergeblich wie David Buckley mit seinem (durchaus gelungenen) Score Geschwindigkeit zu suggerieren, die einfach nicht da ist. Viel zu oft fühlt man sich dadurch an das Spätwerk von Action-Übergewicht Steven Seagal erinnert.

Dies mag jedoch auch daran liegen, dass Gerard Butlers Auftritt in Angel Has Fallen erschreckende Parallelen zu diversen Seagal-Darbietungen der letzten Jahre aufweist. Fahrige Bewegungen, schmeichelhaft, weit geschnittenes Gewand, möglichst kurze, meist im Halbdunkel stattfindende Kampfszenen, untermalt von einem beispiellosen Schnittgewitter, und ein von Alkohol und Medikamenten aufgedunsenes Gesicht. Fairerweise muss man jedoch dazu erwähnen, dass Morgan Freeman, Danny Huston und Nick Nolte auch keine bessere Leistung abliefern, wodurch dieser negative Eindruck vielleicht auch gänzlich dem schwachen Drehbuch und der uninspirierten Regiearbeit geschuldet sein mag.

Fazit

Inszenatorisch sind die Actionszenen von “Angel Has Fallen“ gerade noch durchschnittlich, wobei die digitalen Effekte das Prädikat unterirdisch verdient haben. Gerard Butler war während der Dreharbeiten wohl leider auf einer Mischung aus Valium, Xanax und Jack Daniel's unterwegs, was sich in absolut espritlosen (Nah-)Kämpfen und einer völlig desorientierten Schauspielleistung äußert. Die Nebendarsteller sind ebensowenig der Rede wert wie die einfallslosen Dialoge und die ruckelige Schnitt- und Kameraarbeit. Der Score hingegen ist akzeptabel. Insgesamt ein enttäuschender (Action-)Film, der – wie so oft – die Frage aufwirft, wie es Regisseure wie John McTiernan oder Richard Donner in den 80er und 90er Jahren geschafft haben, einfallsreiche Actionfilme zu kreieren, die auch noch Jahre nach ihrer Veröffentlichung zu begeistern wissen.

Autor: Christoph Uitz

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