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IMDb-ID
tt0133093
TMDB-ID
TMDB: 603
Movie-ID
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Startdatum
Start: 21.09.2026 oder Start: 2026
Dauer
Dauer: 120 (Minuten)
Regie
Regie: Nolan
Drehbuch
Drehbuch: Nolan
Cast
Cast: Reeves

Bei Personensuchen erscheinen zuerst die Personen, darunter ihre passenden Filme und Serien.

Wichtig ist das der Name dennoch so komplett wie möglich geschrieben wird, da bei z.b. "Nolan" auch als Vorname existiert.

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Inhalt

Die Geschichte von Flug 571 endete nicht an dem Tag, an dem die Überlebenden aus den Anden gerettet wurden. Für sie – und für die Familien derjenigen, die nicht zurückkehrten – begann nun erst der schwierigste Teil. Während unter den unmittelbar Betroffenen Schweigen herrschte, versuchte der Rest der Welt weiterhin, die Geschehnisse mithilfe von Büchern, Filmen und Dokumentationen zu begreifen. Doch wie baut man nach einer solchen Tragödie ein Leben wieder auf?

Quelle: themoviedb.org

Kritik

Hinter der hehren historiographischen Fassade ist J. A. Bayona und Carlos Torres Serien-Pendant zu Bayonas 2023 uraufgeführtem Survival-Drama Society of the Snow wenig mehr als ein minutiös ausgefeiltes Promotion Projekt. Hat man das einmal hingenommen, liefern die drei Episoden immerhin eine passable Mischung aus Hintergrundinformationen zum Filmdreh und dem realen Unglück, das ihn inspirierte. Kern beider Segmente sind die ausführlichen Interviews mit den letzten noch lebenden Beteiligten des Flugzeugunglücks und seiner grimmigen Konsequenzen.


Letzter dramaturgische Essenz ist jenes Element, das die Leinwand-Inszenierung diskret minimierte: der Kannibalismus an den Leichen der Freunde und Verwandten, die beim Absturz umgekommen waren. Bis es zu jener Passage kommt, befasst sich die in Kapitel unterteilte Aufarbeitung ausgiebig mit der Wirkung von Dreharbeiten, Filmszenen sowie der immersiven Schauspielerfahrungen auf den Cast und die Hinterbliebenen. Letzter teils tränenreiche Zeugnisse attestieren der hollywoodesken Hochglanz-Produktion eine fast psychotherapeutische Wirkung, während der Cast sich an der Grenze zum Trauma gibt.


Dergleichen taktische Theatralik wirkt reichlich unglaubwürdig, entwickelt jedoch ein eigenes Interesse als Register der suggestiven und manipulativen Wirkung des Kinos. Ebenso amüsant und aufschlussreich ist die indirekte Integration reißerischer Aspekte. Mit einem Gestus moralischer Überlegenheit zitieren die Regisseure die filmischen und schriftlichen Exploitation-Werke, die detailliert und unautorisiert die makaberen Mahlzeiten schildern. Bedachtsamer ist die Betrachtung der sozialpsychologischen Sezession, die Überlebende und Angehörige der Toten trennte.  Ungleich schemenhaft ist die Trennlinie von Erinnerung und Inszenierung. 


Fazit

Filmische Auseinandersetzung und finanzielle Ausschöpfung des zum modernen Mythos gewachsenen Flugzeugabsturzes des uruguayischen Football-Teams 1972 in den Anden erweitern J. A. Bayona und Carlos Torres parallel zueinander in ihrem Netflix-Dreiteiler. In San Sebastián Film Festival als epische Abenteuer-Doku präsentiert, verschlingen sich Behind-the-Scenes Einblicke, Archivmaterial und Augenzeugenberichte zu einem soliden Doku-Drama. Das liefert kaum neue Erkenntnisse, vertieft aber die psychologische und produktionstechnische Ebene des Unglücks und dessen fiktionalisierter Leinwand-Interpretation. Pompöser Soundtrack und Pathos schaffen melodramatisches Monument medialer Manipulation. 

Kritik: Lida Bach

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