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IMDb-ID
tt0133093
TMDB-ID
TMDB: 603
Movie-ID
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Startdatum
Start: 21.09.2026 oder Start: 2026
Dauer
Dauer: 120 (Minuten)
Regie
Regie: Nolan
Drehbuch
Drehbuch: Nolan
Cast
Cast: Reeves

Bei Personensuchen erscheinen zuerst die Personen, darunter ihre passenden Filme und Serien.

Wichtig ist das der Name dennoch so komplett wie möglich geschrieben wird, da bei z.b. "Nolan" auch als Vorname existiert.

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Erwähnungen

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Quelle: themoviedb.org

Inhalt

Aus dem Off ist zu hören, wie eine Stimme Briefe eines Vaters an seine Tochter vorliest. Zu sehen sind dazu Archivbilder aus den Niederlanden vom Anfang des 20. Jahrhunderts. Was eine Ton-Bild-Schere leisten kann, erkundet Fiona Tan auf berührende Weise.

Kritik

Persönliche Briefe, die einem die Eltern geschickt haben, als man zum ersten Mal im Ferienlager war oder zu Besuch bei der Tante dritten Grades oder - wie im Falle Fiona Tans egozentrischer Epistel-Lektüre - zum Studium in Australien, mögen für einen selbst einen hochinteressanten Inhalt haben, in den man sich immer wieder vertiefen könnte. Das heut jedoch nicht, dass besagte Briefe für andere relevant oder interessant wären. Am allerwenigsten für ein Kinopublikum. 

Zu dessen Glück bestehen Filme nicht aus hundertminütigem Herunterrattern trivialer Alltagsbeobachtungen, Geburtstagsglückwünsche und zeitgenössischer Ereignisse, die vor vierzig Jahren irgendein Papa seiner Tochter zukommen ließ. Außer diesem Film. Dessen titelgebende Anrede ist der Auftakt zu einer Handlungsfreiheit Hörbuch, dessen filmische Bebilderung sich auf antiquierte Archivaufnahmen aus dem Amsterdamer Filmmuseum beschränkt. So sieht man in viragierten Stummfilm-Szenen Pferde vor einer Kutsche traben, geschäftiges Treiben auf dem Marktplatz oder ein Sägewerk.

Zu tun hat das eine mit dem anderen nichts. Vermutlich waren die Aufnahmen schlicht verfügbar. Ihr altmodischer Charme genügt nicht, um der trägen Stimme Ian Hendersons beim Vortrag familiärer Banalitäten und ein paar politischen Ereignissen zu lauschen. Der auf dem Filmmaterial sichtbare technologische Fortschritt auf dem Filmmaterial steht im Kontrast zum kreativen und inszenatorischen Stillstand. Offenbar hatte die Regisseurin nur diese eine Idee der Gegenüberstellung. Und selbst die ist nicht gut.

Fazit

Was war zuerst da: das Archivmaterial oder die Briefe? Unterlegt Fiona Tan über eineinhalb Stunden Archivaufnahmen der frühindustriellen Niederlande mit Briefen aus ihrer Studienzeit, weil sie die Bilder zeigen möchte oder weil sie Papas Geburtstagsgrüße von 1980 vortragen will? Wahrscheinlich Zweites. Dass es bei dem dokumentarischen Duett von biografischem Briefroman und filmhistorischen Fundstücken wie so oft im Berlinale Forum nur um Selbstdarstellung geht, bleibt die ebenso ernüchternde wie ermüdende Erkenntnis.

Kritik: Lida Bach

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