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Inhalt

Conan und seine Freunde machen Ferien auf der bezaubernden Pazifikinsel Koumijima. Dort begegnen sie einer Gruppe finster wirkender Schatzjäger, die auf der Suche nach einem versunkenen Palast sind, der sich vor der Insel befinden soll. Während die Detective Boys zum Zeitvertreib an einer Quiz-Schatzsuche teilnehmen, gehen Sonoko und Ran tauchen und werden dabei Zeuge, wie einige der Schatzjäger von einem Hai attackiert werden. Einer von ihnen stirbt an den Folgen des Angriffs. Conan und Haibara beginnen schnell zu bezweifeln, dass es bei diesem Angriff mit rechten Dingen zugegangen ist und beginnen auf eigene Faust zu ermitteln. Was steckt wirklich hinter dem Tod des Schatzjägers - und vor allem: Wo befindet sich der geheimnisvolle Palast …?

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Quelle: themoviedb.com

Kritik

Detektiv Conan - Die azurblaue Piratenflagge ist wahrlich ein ganz besonderer Film im Conan-Universum. Und dies gleich zu Beginn: Denn während uns Actionreich Regisseur Yasuichirô Yamamoto eine Verfolgungsjagd bietet – die im Anschluss mit der kommenden Geschichte aber gar nicht mehr so viel gemein hat – gibt es eine große Überraschung: Lupin III. Der Meisterdieb erfährt hier – wenn auch nicht als sich selbst – seinen ersten Auftritt und somit gleichsam die Gewissheit, dass beide Figuren im selben Franchise miteinander agieren können (was dann zu Lupin the 3rd vs. Detective Conan: The Movie führte). Doch auch danach ist der Film ein Novum. Aus Detektivgeschichte wird malerisches Abenteuer. Aus Verbrechern werden gierige Schatzsucher und aus Sonoko und Ran kurzerhand in gewisser Weise die Reinkarnation der berühmten Piratinnen Anne Bonny und Mary Read. Ein versunkener Schatz, bissige Haie, ein mysteriöser Scharfschütze sowie ein 300 Jahre altes Rätsel runden das Gesamtbild von Inselabenteuer schließlich ab. Allerdings bietet dieses ungewöhnliche Setting auch einige Probleme.

Dies liegt wohl vornehmlich daran, dass Conan Edogawa in seiner eigenen Geschichte ein wenig zur Randnotiz wird. Im Vordergrund steht das klare Abenteuer, welches vor allem Sonoko und Ran beginnen. Dies ist angesichts einer Charakterentwicklung auch ein guter und wichtiger Schritt, nimmt aber dem Film immer wieder etwas Tempo raus. Und wenn am Ende die Schatzsuche in gewissen Klischees der Gonnies untergeht – oder aufsteigt? – sorgt dies immer wieder für ein kleines Stirnrunzeln. Und dennoch: Detektiv Conan - Die azurblaue Piratenflagge ist weit davon entfernt ein schlechter Film zu sein. Im Gegenteil: Wo Kogoro Mouri tollpatschig und betrunken wie immer von einem Schlamassel in den nächsten stolpert, dürfen alle Charaktere in ihrer Weise und Art die Insel erkunden, die dieses Mal zum absoluten Highlight avanciert. Denn nicht nur der Zeichenstil ist dieses Mal richtig gelungen und atemberaubend, sondern auch die malerische Kulisse, die eben an alte Karibikfilme erinnert.

Etwas mehr Action hätte dem Film jedoch gutgetan: Wo am Ende ein eher halbgares Finale wartet – was dennoch ordentlich kracht – ist zuvor die Spurensuche doch sehr mühselig. Figuren geraten in den Fokus, verschwinden danach wieder und alte Geheimnisse werden gelüftet und dann wieder ausgeblendet, während das eigentliche Piratensetting nie über gewisse Klischees hinauskommt. Zwar bietet die Geschichte von Autor Hiroshi Kashiwabara – aufgewertet mit der realen Geschichte von Anne Bonny und Mary Read (Rücken an Rücken kämpfend) – einiges an Spannung, doch eine konzentrierte Geschichte hätte dem Film mehr Intensität gebracht. Was bleibt ist der gewohnte Humor, ein charmanter und genialer Conan, ein ungewöhnliches Abenteuer mit Schatzsuche und immer wieder das Gefühl, ein gutgewolltes aber nur halbherzig durchdachtes Experiment zu sehen. Schade.

Fazit

Piraten- sowie Abenteuerfans kommen bei "Detektiv Conan - Die azurblaue Piratenflagge" voll auf ihre Kosten. Dennoch hat das malerische Feeling der tropischen Insel ihren Preis: Eine kohärente Spannung fehlt ebenso wie die klassische Detektivarbeit. Abenteuergeist und eine in gewisser Weise klischeehafte Schatzsuche übernehmen das Ruder, während zumindest Setting und Erzählweise einmalig sind und für Interesse sorgen. Nicht das beste Conan-Abenteuer, dafür aber wunderschön und mystisch.

Autor: Thomas Repenning

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