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Inhalt

Sechs britische Soldaten werden in den Highlands abgesetzt, um an einer Kampfübung gegen eine Spezialeinheit teilzunehmen. Auf dem Weg bemerken sie ein Notrufsignal, das von der gegnerischen Gruppe abgegeben wurde. Als sie dann am Treffpunkt ankommen, muss die brachiale Kampftruppe schnell feststellen, dass bereits fast alle Mitglieder der Spezialeinheit brutal hingerichtet wurden. Der einzige Überlebende ist der traumatisierte und schwer verwundete Captain Ray (Liam Cunningham), in dessen wirren Worten sich eine grausame Wahrheit verbirgt. Wenig später werden die Soldaten selbst Opfer eines Angriffs. Doch der Feind ist nicht menschlich! Der Kreatur gelingt es, einen Soldaten zu töten und Sergeant Harry G. Wells (Sean Pertwee) zu verwunden. Als die Nacht einbricht, wird klar, dass es sich bei den Monstern um Werwölfe handelt...

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Quelle: themoviedb.com

Kritik

Durch seine Leidenschaft für die etwas härte Gangart hat sich Neil Marshall (Centurion - Fight Or Die) schnell einen Namen in der Branche gemacht: Ob klaustrophobischer Horror, entfesselte Exploitation oder rohe Historien-Action: Marshall ist ein begeisterter, handwerklich kompetenter Genre-Aficionada, dem nicht zuletzt deswegen auch das Privileg zuteil geworden ist, Hellboy: Call of Darkness in Szene zu setzen und sich damit gewissermaßen auch der (unlösbaren?) Aufgabe zu stellen, das Erbe von Guillermo del Toro (Pans Labyrinth) anzutreten, der ganz zum Unmut seiner Anhänger niemals die Möglichkeit bekam, seinem wunderbaren Hellboy-Doppel einen gebührenden Abschluss zu schenken. Zum bevorstehenden Kinostart des Teufelskerls mit dem Herz für Katzen scheint es nun noch einmal Pflichtprogramm zu sein, sich Marshalls Debüt Dog Soldiers anzuschauen, um damit den künstlerischen Werdegang des Regisseurs nachzuzeichnen.

Springt man in der Karriere des aus den Newcastle stammenden Filmschaffenden nämlich einmal 17 Jahre zurück in die Vergangenheit, stößt man nicht auf einen grellen, ordentlich budgetierten Comic-Blockbuster, sondern einen Low-Budget-Actioner, mit dem Neil Marshall quasi eine erste Duftmarke setzen konnte und sich für den Regieposten beim inzwischen zum Kult avancierten Gruben-Terror The Descent – Abgrund des Grauens empfehlen sollte. Mit überschaubarem Finanzplan, aber dem Anspruch, das bestmögliche aus den geldlichen Beschränkungen herauszuholen, entführt Dog Soldiers den Zuschauer geradewegs in die schottischen Highlands, wo eine Gruppe britischer Soldaten an einer Kampfübung teilnimmt. Simulation für den Extremfall. Natürlich wird aus dem Trainingseinsatz auch postwendend bitterer Ernst, schon die Exposition hat deutlich gemacht, dass dieser Flecken Wildnis von Kreaturen heimgesucht wird, die mit Vorliebe blutige Jagd auf Menschenfleisch machen.

Man merkt Dog Soldiers durchweg an, dass es sich hierbei um ein Erstlingswerk handelt. Mag sich Neil Marshall auch nicht stümperhaft artikulieren, seine Inszenierung aber ist eine sprunghafte, ungelenke, der es nicht gelingt, ein grundlegendes Gefühl der Bedrohung zu evozieren, sondern vielmehr in starken Einzelmomenten überzeugt. Grau-verschleierte Nachtsequenzen und das Setting fernab der Zivilisation spielen Marshall in die Karten, um das begrenzte Budget ein Stück weit zu kaschieren, letztlich aber ist dieser Überlebenskampf gegen eine Horde Werwölfe ein astreines, kolportagehaftes und irgendwo austauschbares B-Movie. Zuweilen staksig oszillierend zwischen Soldaten-, Horror- und Belagerungskino funktioniert Dog Soldiers immer dann, wenn er gezielt mit silhouettenhaften Andeutungen arbeitet und sich nicht aufgrund der Produktionslimitierungen zu diesen gezwungen sieht. Schon in diesen Momenten unterstreicht Marshall sein besonderes Gespür für die Ruhe vor dem Sturm.

Fazit

Neil Marshalls Regiedebüt darf als solider Einstand bezeichnet werden, zeichnet sich hier doch schon die Genre-Leidenschaft des späteren "The Descent"- und "Hellboy: Call of Darkness"-Machers ab. Das überschaubare Budget und die auch deswegen oft staksige Inszenierung verhindert es ein Stück weit, das Horror-Action-B-Movie mit einem Klima der durchgängigen Bedrohung auszustaffieren.

Autor: Pascal Reis

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