{{ tweet.login }}

{{{ tweet.body | format }}}

Wird geladen...

×
×

Erwähnungen

×

Benachrichtigungen

Quelle: themoviedb.org

Verfügbar auf

Amazon prime

Inhalt

Der Ex-Boxer Matt Rossi betreibt gemeinsam mit seinem Partner Nicky Parzeno eine Agentur für Stripperinnen. Als eine nach der anderen ihrer Damen des nachts angegriffen und brutal verstümmelt werden, haben sie zunächst die Konkurrenz in Verdacht, doch in Wahrheit treibt ein Wahnsinniger sein Unwesen.

  • Iei7d1qccgrpmiacrkavgptabhq
  • G3llggbkpc2mkzrxto3psybrl4z
  • Koudpyqhovm658gf94oipfkq1nn
  • 5izvbnseuwkcg3lrw9ajm5ju2cs
  • D8jbm6zvkmbx3sfoczdngwvc9cg
  • Atndaso2mb0rf0fwaz9zxxauvv6
  • Qjztvca1x0kr37ctxrycnd1vidp
  • Cfnszgixbgjggm8onorbphoa7gv
  • Ax46adycdqlnb4vf0grvmzdcfgn
  • 92xxay1ohosi01bzs8dbggjrlnw
  • Rrchjmwac5fmnsrtuiipltbts8n
  • Ec9gca3sjxwfyrljgkg4erl75tt
  • 76s0smkt3tarregbsczhypwp7ex
  • Blipax84jl9c5xlqslpyy7ivlrn
  • Fhtc2oxksk8puxehnfvrhnhrouc
  • Fdiitw9art2xnrgpdyqfhya3fkj
  • 5zfdvbatyi6bws3rsbc0ctdg62z
  • Pgnsxxg5tws4rjgrdrxhccntemm
  • Jfflafgjxisuxm8jnvibcuwgl3k
  • 8eudwzdjsouiyjfsz47pwc5yxsz
  • Neqkr076pj5cuwjyuabpqi6jgnt
  • 446crr3n7sqgedrp4vnywyas89r
  • Rplt0ib1i1s5sa7zkrgwse1o87m
Quelle: themoviedb.org

Kritik

Der New Yorker Filmemacher Abel Ferrara (zuletzt auch mal wieder vor der Kamera in Marty Supreme) hatte insbesondere in der ersten Hälfte seiner Karriere den Ruf als eine Art Gossen-Scorsese, den er aber so sicherlich eher als Kompliment aufgenommen hat. Während Kollege Marty mit Taxi Driver schnell der große Durchbruch und der Durchmarsch zu den großen Futtertrögen in Hollywood gelang, hat sich der inzwischen 74jährige Ferrara nur ein einziges Mal mit dem Remake Body Snatchers – Die Körperfresser (1993) im Mainstream probiert, gehörig die Finger verbrannt (mutmaßlich nicht wirklich selbst verschuldet, betrachtet man mal die Veröffentlichungspolitik von Warner Brothers in diesem Fall) und sich danach sofort wieder in seine eigenwillige Independent-Komfort-Zone verkrümelt. Die ihm auch deutlich besser, da wesentlich authentischer steht. 

Verglichen mit seinen sonstigen Arbeiten wirkte aber bereits Fear City – Manhattan 2 Uhr nachts aus dem Jahr 1984 wie ein leichter Annährungsversuch an ein massentauglicheres Kino. Nach seinen groben, vor Schmutz und Sleaze nur so triefenden Kultfilmen The Driller Killer und Die Frau mit der 45er Magnum bewegt man sich hier vorsichtig auf ein breiteres Publikum zu. Der Look ist weniger rough, der narrative Stil nicht so sperrig und es wurden mit Tom Berenger (Der große Frust), Billy Dee Williams (Das Imperium schlägt zurück) und Melanie Griffith (Der Tod kommt zweimal) sogar ein paar namenhafte Darstellende verpflichtet. Das Drehbuch stammt aber wie eh und je von Farraras Stammautor Nicholas St. John, der von 1979 bis 1996 zu jedem seiner Filme das Skript verfasste. Der Plot passt auch in seine typischen Gefilde des verruchten New Yorker Nachtdschungels der 70er und 80er Jahre, abseits vom Glanz und Gloria des Broadways oder Liberty Island. Die Protagonist*innen sind gefallene und gebrochene Figuren im Rotlichtmilieu, die ins Visier eines sadistischen Psychopathen geraten, der eine Vorliebe für Anatomie, scharfe Klingen & leidende Frauen hat – ach ja, und Martial Arts. Warum? Keine Ahnung, wir sind Mitte der 80er, da war das halt der Shit.

Fear City – Manhatten 2 Uhr nachts wirkt wie ein US-Giallo, noch deutlicher als der vier Jahre zuvor erschienene Cruising von William Friedkin, der bereits ähnliche Tendenzen aufzeigte. Eine düster-destruktive Stimmung trifft auf mitunter sehr drastische Gewalteruptionen, verpackt in eine Mischung aus Gangsterdrama und Serienkiller-Film, der bei dem Gespann Ferrara/St. John natürlich auch nicht ohne die unumgängliche Note von Schuld, Sühne, Läuterung und Vergebung auskommt. Diesmal gibt es wenigstens nur eine klitzekleine Kirchenszene und der erzkatholisch geprägte Subtext der Handlung ist weitaus weniger penetrant als sonst. Man könnte sie gar übersehen, wenn man an den richtigen Stellen mal kurz nicht aufpasst. Dafür ist das Ganze nicht vollkommen frei von einem leichten Humor und besonders dezenten Absurditäten. Speziell wenn es beim Showdown zu einem Hinterhof-Duell zwischen Boxer und Psycho-Ninja kommt, fühlt sich das an wie ein Bosskampf aus Streets of Rage. Aber besonders das ist im Kontext der sonst so trostlosen und verbitterten Ferrara-Filme irgendwie wie ein kleiner, heitere Sonnenstrahl durch die düstere verhangene Wolkendecke. Braucht man nicht in jedem seiner Filme, aber in einem zwischendurch besitzt das mal einen sehr auflockernden Charakter. 

Fazit

Abel Ferrara ist mit diesem Gossen-Krimi wieder voll in seinem Element, nährt sich sogar vorsichtig massenkompatibleren Sehgewohnheiten an und driftet danach immer mehr in Richtung US-Giallo ab, was aber seinen ganz eigenen Charme besitzt. Ein gut aufgelegter Cast, eine verrucht-schmierige Stimmung, rohe Gewalt und ein Hang zum gesunden Nonsens  - damit dürften gewisse Genre-Fans schon sehr zufrieden sein. 

Kritik: Jacko Kunze

Wird geladen...

×