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Der erfahrene Mordkommissar Ray Archer (Al Pacino) schließt sich mit dem Profiler Will Ruiney (Karl Urban) zusammen, um einen berüchtigten Serienkiller zu schnappen, der die Stadt seit Längerem mit einer makabren Version des Kinderspiels Galgenmännchen terrorisiert. Dabei werden die beiden Polizisten von der Journalistin Christi Davies (Brittany Snow) begleitet, die ebenfalls versucht, die Identität des Mörders aufzudecken. Schritt für Schritt wird das Trio in den Sog des Killers gezogen, bis es irgendwann kein Zurück mehr gibt.

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Quelle: themoviedb.com

Kritik

Gerade erst drehte Regisseur Johnny Martin mit einem ausgebrannten Nicolas Cage (Lord of War) den halbgaren Thriller Vengeance: A Love Story, nun geht es mit Al Pacino (Der Pate) in Hangman - The Killing Game qualitativ auf die gleiche Weise direkt weiter. Angelehnt an Filme wie Sieben oder Zodiac geht es darin um die Suche nach einem Killer, der bei seiner Mordserie ein Spiel mit den Ermittlern führt. 

Wie der Titel des Films bereits verrät, kommt es in Hangman - The Killing Game zum Einsatz des berühmten Galgenmännchen-Buchstabenspiels. Ein Serienmörder tötet alle 24 Stunden um genau 23:00 einen Menschen und hinterlässt bei jedem erhangenen Opfer, eingeritzt in dessen Haut, einen Buchstaben. Das Ermittler-Trio, bestehend aus zwei Polizisten und einer Journalistin,  versucht dem Killer auf die Spur zu kommen und künftige Opfer zu verhindern. Klingt aber vermutlich aufregender, als es tatsächlich umgesetzt wurde, woran das erschreckend schwache Drehbuch Schuld trägt. 

Das liegt zum einen daran, dass der Film in einen zutiefst monotonen Ablauf fällt.  Ein neuer Mord geschieht, das Trio gelangt zu spät zum Tatort, der Täter entwischt ihnen knapp, danach gehts zur Autopsie und zur Nachbesprechung. Immer wieder spult der Film diese exakt gleiche Abfolge ab, ohne sich in irgend einer Weise etwas Neues einfallen zu lassen. Auf Dauer wird das ermüdend. Dass das Ganze atmosphärisch mitunter gar nicht so übel ist, spielt angesichts der inhaltlichen Probleme leider keine allzu große Rolle. 

Hinzu kommt, dass die Handlung nicht nur sehr uninspiriert, sondern teilweise vollkommen unsinnig zusammengeschustert ist. Warum wird beispielsweise die Journalistin, die eigentlich nur ein Interview mit dem Profiler Will Ruiney führen wollte, fortan durch den ganzen Film zu jedem Tatort mitgeschleppt? Wozu hinterlässt der Killer Buchstaben, wenn diese für den Film überhaupt keine Rolle mehr spielen? Weder machen sich die Polizisten auf Wache die Mühe, das Wort zu entschlüsseln, noch hat dieses, nachdem es ganz am Ende beiläufig aufgedeckt wird, in irgend einer Weise einen Beitrag geleistet. Und wer zumindest gehofft hat, dass die Enthüllung der Identität des Täters und seine Motivation hinter alledem für den großen Knall sorgt, wird ebenfalls eines Besseren belehrt. Vollkommen lachhaft, was die Drehbuchautoren hier aus dem Hut zaubern. 

Wäre nicht die prominente Besetzung, so würde nach Hangman - The Killing Game vermutlich kein Hahn krähen. Mit Al Pacino hat man einen der einst wohl besten Schauspieler unserer Zeit mit an Bord, umso trauriger ist es mit anzusehen, was mittlerweile aus ihm geworden ist. Klar, der Mann agiert hier mit mittlerweile stolzen 77 Jahren und ist nicht mehr das Kraftpaket, das wir aus Filmen wie Scarface, Im Auftrag des Teufels oder Der Duft der Frauen kennen und lieben gelernt haben. Aber ihn derart müde und lustlos zu erleben, wie es bei ihm schon seit Jahren der Fall ist, macht leider auch keinen Spaß. In Hangman - The Killing Game schlafwandelt er quasi durch jede einzelne Szene. Um Karl Urban (Dredd, Der Herr der Ringe) ist es nur minimal besser bestellt, mehr als über 90 Minuten hinweg einen furchtbar ernsten Blick aufzusetzen weiß er leider auch nicht zu tun. Und von Brittany Snows (Pitch Perfect, Hairspray) nur schemenhaft gezeichneten Rolle bleibt nicht viel mehr hängen, als dass sie einst den Pulitzer-Preis gewonnen hat. 

Fazit

Die namhafte Besetzung kann leider nicht über die Mängel von "Hangman - The Killing Game" hinwegtäuschen. Als Sonntagabend-TV-Krimi dank seiner handwerklich soliden Inszenierung und einiger atmosphärisch gelungener Momente eventuell einen Blick wert, ansonsten lieber zu einem der stärkeren Vorbilder greifen. 

Autor: Sebastian Stumbek

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