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Inhalt

So feurig der Titel auch sein mag, hatte der vierte James Bond-Film ein schweres Erbe anzutreten. Nachdem „Goldfinger“ die Messlatte sehr hoch gelegt hatte, bleibt „Feuerball“ der Veröffentlichungslinie weiterhin treu und wurde 1965, also wiederum nur ein Jahr später, in die Kinos gebracht. Während es die Figuren im Vorgänger teils noch hoch hinaus auf die Schweizer Bergkämme verschlug, widmete sich „Feuerball“ voll und ganz den Tiefen des Wassers.

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Quelle: themoviedb.org

Kritik

Da ließ man dann mal Jamaika außen vor und widmete sich den Bahamas, wo James Bond (Sean Connery) den Diebstahl zweier Atomsprengköpfe aufklären soll. Eine Verbrecherorganisation sorgte nämlich dafür, dass ein NATO-Flugzeug mit der heiklen Fracht im Meer abstürzt, um die Bomben zu bergen – so wird die NATO um ein beträchtliches Lösegeld erpresst. Also darf James Bond auf der karibischen Trauminsel ermitteln, wo er auf den zwielichtigen Largo und die hübsche Domino trifft und unter Zeitdruck den Super-GAU verhindern soll.

Auch im vierten Teil der Saga hat sich grundsätzlich nichts verändert. „Feuerball“ greift lediglich neu erschlossene Horizonte auf und variiert sie, vor allem in der Wahl der Locations. Wo „Goldfinger“ noch eine recht „erdige“ Angelegenheit gewesen war, verlagerte sich die Geschichte im Nachfolger hauptsächlich auf die Bahamas und das umliegende Karibikmeer (mit Abstechern nach Paris, England und den USA). Ansonsten ist „Feuerball“ dem typisch gewordenen Aufbau unterworfen, den der Vorgänger so glorreich begründet bzw. ausgebaut hatte. Einzig im technischen Bereich holt der Film bzw. das Drehbuch die Erfindungskiste heraus, und so nutzt Bond einen abgedrehten Raketenrucksack zur Flucht. Auch der mittlerweile zum Bond-Museumsinventar gehörige Aston Martin ist kurz wieder mit von der Partie, der noch um einen Wasserwerfer ergänzt worden war. Sonst gab es den üblichen Schnickschnack dazu, und neben der obligatorischen Multifunktionsuhr bastelte Q an einer abgeänderten Version eines Peilsenders in Pillenform (die zur Bonds Erleichterung oral eingeführt wird).

Nimmt man die Geschichte als eigene beiseite, erschließt sich dem Zuschauer lange nicht, was denn überhaupt passieren soll. Neben Bonds Aufenthalt in einem Wellness-Hotel läuft an selber Stelle auch die Vorbereitung für den teuflischen Plan ab, was lange Fragen offen lässt. Diese Umstrukturierung der Erzählung bietet zwar Platz für ein paar typische Spannungs- und Liebesszenen, wirken aber im Zusammenhang etwas uninspiriert und ziehen den Film nur unnötig in die Länge. Als dann endlich die Absicht der Organisation klar wird, wird der Film auch schlagartig besser, was nicht heißen soll, dass dies bis zum Schluss durchhält. Immer wieder schleichen sich Längen ein, die keiner braucht, so dass man sich eher durch den Film kämpfen muss als ihn durchgehend genießen zu können. Glücklicherweise werden diese Aussetzer regelmäßig von kleinen Schubsern wieder nach vorne getrieben. Es war auch sicherlich eine gut gemeinte Idee, das Finale ganz unter Wasser stattfinden zu lassen, was aber durch die natürliche Trägheit sowie der Inszenierung an Dynamik vermissen lässt. Zum Vergleich: Später schaffte „Moonraker“, ähnliche Beeinträchtigungen geschickt zu umgehen.

Gewohnt ohne Beeinträchtigungen verlief die Wahl und die Performance des Casts, der zwar nicht mehr als gewöhnlich, aber auf gutem Niveau verbleibt. Bond bleibt Bond, wie man ihn kennen und lieben gelernt hatte. Zwar kann Claudine Auger mit ihrer Darstellung keine Bäume ausreißen, aber sich in eine lange Liste gelungener Nebenrollen einreihen. Somit sind die Figuren wie Handlanger Largo alias Adolfo Celi kein Reinfall mehr, sondern als interessante Neuauslegung bekannter Rollenmuster einstufbar. Das ändert aber nicht viel daran, dass die Charakterzeichnung wie auch sonst recht eindimensional gestaltet worden ist.

Fazit

Allmählich schlich sich die Routine in die Agentensaga ein, und „Feuerball“ ist der erste schlagkräftige Beweis dafür. Alte Muster nur durch neue Inszenierungsideen verfeinern zu wollen, klingt im ersten Augenblick zwar ambitioniert, kann aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Schuss ein wenig nach hinten losgegangen ist. Lässt man solche Unzulänglichkeiten mal außen vor, ist „Feuerball“ ein weiterer unterhaltsamer Beitrag zum Franchise geworden, der vielleicht ein paar kleine Bauteile zur Kultbildung einarbeiten konnte.

Autor: Sascha Wuttke

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