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Zeitungskolumnist Porter Wren wird von der attraktiven Witwe Caroline Crowley beauftragt, den mysteriösen Tod ihres Mannes aufzuklären. Zu spät erkennt Porter, dass er von allen Seiten manipuliert und in ein falsches Spiel verwickelt wird, das am Ende sogar seine Familie in Gefahr bringt.

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Quelle: themoviedb.com

Kritik

Was auch immer mit der Karriere von Adrien Brody (Der Pianist) geschehen ist, die Fehler muss er wohl bei sich suchen. Wählt er sich selbst diese Rollen aus oder hat er einen Knebelvertrag bei dem beschissensten Agenten in Hollywood? Diesen Film hat er zumindest mitproduziert, ebenso seine Kollegen Campbell Scott (Entscheidung aus Liebe) und Jennifer Beals (Flashdance), aber das müssen sie wohl auch, um mal wieder irgendwo mitspielen zu dürfen. Sei es nur in so einer pseudo-verwurschtelter Möchtegern-Noir-Schlafmütze wie Manhattan Nocturne – Tödliches Spiel, die sich nahtlos in die unglückliche und oft unerklärliche Rollenauswahl des eigentlich sehr fähigen, Oscar-prämierten Hauptdarstellers einreiht.

Brody spielt den Zeitungsjournalisten Wren, der sich in Zeiten von Online-News und Social Media langsam vorkommt wie der letzte Dinosaurier, der sich unermüdlich gegen das Artensterben wehrt. Er beherrscht noch die alten Methoden. Setzt auf seine Spürnase, eifriges Nachforschen und Ausfragen, was ihm schon einiges an Achtungserfolgen eingebracht hat. Wohl auch deshalb bittet ihn die höchst attraktive Caroline (Yvonne Strahovski; I, Frankenstein) um Hilfe. Die Leiche ihres Mannes – eines exzentrischen Independent-Regisseurs (Campbell Scott) – wurde unter den Trümmern eines Abrisshauses gefunden. Ein Unfall scheint unwahrscheinlich, die äußeren Umstände lassen eine Spurenauswertung jedoch nicht mehr zu. Wren stürzt sich auf den Fall und, schließlich ist er auch nur ein Mann, irgendwann auch auf die läufige Witwe, die mit ihren Reizen nicht gerade hinter dem Berg hält. Dass er damit seine Ehefrau (Jennifer Beals) und Mutter ihrer gemeinsamen Kinder betrügt, ist schon schlimm genug. Als seine Ermittlungen langsam Früchte zu tragen scheinen, gerät seine Familie selbst in direkte Gefahr, denn offenbar war der tote Göttergatte nicht nur ein sadistisch veranlagter Spinner, sondern auch ein Erpresser, der im Besitz von kompromittierenden Material war.

Wenn in Manhattan Nocturne – Tödliches Spiel irgendwas noch als ganz ordentlich angesehen werden kann, dann ist es der unermüdliche Adrien Brody. Darstellerisch lässt sich ihm kaum was vorwerfen. Tapfer kämpft er in diesem mit flackernden Großstadtnachtlichtern, melancholischem Saxophonsound, dem schwermütigen Off-Kommentaren und einer mysteriösen Schönen mit ihrem intriganten Spiel krampfhaft an den Film Noir angelehnten Zinnober gegen die träge Erzählweise und einen niemals spannenden, zähflüssigen Plot an. Verworren, überraschend und undurchsichtig soll dieser winterliche, erotisch leicht angehauchte Thriller wohl sein, ist dabei eher verwirrend unlogisch, überraschend dämlich konstruiert und offenbart gleich mehrere nicht nur blödsinnige, sondern zu allem Überfluss auch noch völlig uninteressante Pointen, bei denen nur noch ein verblüfftes Achselzucken übrigbleibt. Dafür hat man jetzt ernsthaft zwei schleppend-dröge Stunden mit mal ganz netten Bildern, ansonsten nur hohlem Geblubber und absurden Wendungen (die man nicht mal als solche bezeichnen mag) über sich ergehen lassen? Was für eine Zeitverschwendung. Aber als Zuschauer ist man nur der kleine Verlierer, denn wenn hier jemand (mal wieder) richtig was verschwendet, dann Adrien Brody. Vielleicht hat er sich einfach nur auf die Sexszenen mit Yvonne Strahovski gefreut, der alte Lümmel.

Fazit

Gemächliches Krimi-Narkotikum mit gezwungen wirkendem Noir-Flair und einem miserablen Skript, dass nur ein halbwegs arrangierter Adrien Brody hilflos versucht über Wasser zu halten. Perlen – oder zumindest nicht ganz mausgraue Murmeln – vor die Säue. Wenn man über Unsinn nicht mal mehr lachen kann, hört der Spaß wirklich auf.

Autor: Jacko Kunze

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